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Wedel-Schulauer Tageblatt

03. Dezember 2016 | 01:25 Uhr

Yachthafenfest in Wedel : Gästeschwund auf Flohmarkt und Party

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Deutlich weniger Besucher kommen zu der maritim geprägten Veranstaltung am Hafen.

Wedel | Party, volle Bootshalle und überkochende Stimmung – so sah der Sonnabend beim Yachthafenfest im letzten Jahr aus. Diesmal dachten viele Besucher beim Betreten der Halle: „So viele freie Plätze?“ Auch Hans Scherer, Geschäftsführer der Eventagentur Scherer und Friends, die das Bühnenprogramm für die Veranstaltung organisierte, war mit dem Besuch am Party-Sonnabend nicht zufrieden: „Das Wetter ist gut, aber die Leute sind mehr draußen als drinnen.“ Viele blieben an den Bierwagen und Weinständen vor der Halle – die Musik gab es dort ebenso zu hören wie in der Halle.

„Wir haben ein wenig darunter zu leiden, dass parallel das Alstervergnügen stattfindet“, sagte Scherer und verwies auch auf die anderen Großveranstaltungen in der Region. „Einige haben sich vielleicht gedacht: Das Yachthafenfest ist jedes Jahr, gehe ich doch mal woanders hin“, spekulierte Scherer. Zur Eröffnung am Freitagabend habe er mehr Besucher gezählt als am Sonnabend. „Ich habe zwar noch keine Zahlen, aber mein Gefühl täuscht mich da selten“, so der Veranstalter. Außer den zahlreichen Konkurrenzveranstaltungen sah Scherer noch ein Problem: „Die Halle ist wunderschön.

Man könnte hier richtig etwas machen, aber dafür muss man Geld in die Hand nehmen.“ Das Budget für das Hafenfest soll diesmal, so war aus Reihen der Hamburger Yachthafen-Gemeinschaft zu hören, deutlich geringer ausgefallen sein. Ein Grund, warum ein echter Topact – wie Sydney Youngblood im vergangenen Jahr – als Zugpferd fehlte.

Die geringere Besucherzahl war auch bereits am Sonnabendvormittag zu spüren. „Es sind deutlich weniger Besucher als im letzten Jahr. Ich würde mal tippen, ein Viertel“, sagte Marion Esser, die mit ihrem Mann Karl seit 30 Jahren auf dem maritimen Flohmarkt ausstellt. Um 4 Uhr waren beide aufgestanden, um bereits um 5.30 Uhr ihren Stand aufzubauen. „Alles, was maritim ist, geht gut. Tassen, Ruderräder, Lampen – halt alles, was man auf dem Boot gebrauchen kann“, sagte die Hamburgerin.

Ihr Standnachbar Heinz Schulte hakte ein: „Es ist doch kein Wunder, dass kaum noch jemand kommt. Es wird ja oftmals nur alter Kram angeboten. Die guten Sachen sind direkt morgens weg.“  

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erstellt am 05.Sep.2016 | 13:00 Uhr

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