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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 19:31 Uhr

Finanzielle Hilfe für Krippenplätze

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Austausch Rossmann besucht Amt Moorrege

„Es kann gut sein, dass die Gemeinden, für die es bisher nicht so gut gelaufen ist mit einer schnellen Internetverbindung, letztendlich diejenigen sind, für die es besonders gut läuft“, orakelte Ernst Dieter Rossmann (Foto). Gemeinsam mit seinem Parteikollegen aus dem Landtag, Thomas Hölck, war der SPD-Bundestagsabgeordnete zu Gast im Amt Moorrege. Hier stellte er sich den Fragen der Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden. Neben Kinderbetreuung und der Integration von Flüchtlingen war der Ausbau des Breitbandnetzes das zentrale Thema des Treffens.

„Wir staunen, wie weit Sie gekommen sind“, sagte Rossmann. Er lobte die Arbeit des Zweckverbands Breitband Südholstein, dem alle amtsangehörigen Gemeinden, die noch kein schnelles Internet besitzen, angehören. Der Bund hat 2,7 Milliarden Euro an Fördergeldern bereitgestellt, damit jeder Haushalt bis 2018 eine Internetverbindung mit mindestens 50 Megabit bekommt. Vorsitzender Jürgen Neumann (CDU), Bürgermeister in Heist, nutzte die Gelegenheit, die Ausbaupläne des Zweckverbands in bislang 14 Kommunen vorzustellen und übte Kritik an der Telekom, die ihre bestehenden Netze lediglich aufrüstet.

Zum Thema Kinderbetreuung sagte Rossmann: „Wir können den Eltern nicht erklären, dass der Kita-Besuch in Hamburg umsonst ist und in Schleswig-Holstein 400 Euro kostet.“ Deswegen werde zum 1. Januar 2017 jeder Krippenplatz in Schleswig-Holstein mit 100 Euro bezuschusst. „Das ist die größte je gewährte Familienentlastung“, stellte Hölck fest. Nordendes Bürgermeisterin Ute Ehmke (GuB) mahnte, die Kommunen nicht im Stich zu lassen, sei es als Kita-Träger, die die Gebäude instand halten, oder als diejenigen, die Defizite im Kitahaushalt ausgleichen müssen.

Rossmann appellierte an die Bürgermeister, die 100  000 Arbeitsangebote des Bundes, sogenannte Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen, vor Ort zu nutzen. Kritik kam von Hetlingens Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU). Sie rügte, dass die Aufwandsentschädigung von ehrenamtlichen Helfern gerade dann wegfällt, wenn die Hilfe besonders nötig ist: In dem Moment, wenn den Betreuten Asyl gewährt wurde und sie auf eigenen Beinen stehen. „In der Regel sprechen die Flüchtlinge zu dem Zeitpunkt so wenig Deutsch, dass sie weder auf dem Wohnungs- noch auf dem Arbeitsmarkt allein bestehen können“, so Riekhof. Rossmann versprach, die Anregung mit nach Berlin zu nehmen.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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