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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 08:09 Uhr

Kinder und Vater tot : Familientragödie in Wedel: Polizei sucht nach der Mutter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Junge war zwei, das Mädchen fünf Jahre alt. Der Vater sprang von einem Hochhaus. Von der Mutter fehlt jede Spur.

Wedel/Rissen | Nach dem Familiendrama an Hamburgs Stadtgrenze suchen die Ermittler weiterhin nach der Mutter der zwei toten Kinder. Nach einem Bericht der „Hamburger Morgenpost“ soll das Handy der Frau, die laut Angaben von Nachbarn aus Bolivien stammen soll, zuletzt fünf Tage ausgeschaltet gewesen sein. Die Polizei bestätigte dies aber nicht bestätigt. „Wir wünschen uns sehr, dass die Mutter noch lebt“, hoffte ein Polizeisprecher am Sonntag. Allerdings hielt er es für unwahrscheinlich, dass sich eine Mutter von zwei Kleinkindern nicht bei ihrer Familie meldet.

Die Leichen des Geschwisterpaars und des Vaters waren am Sonntag an unterschiedlichen Orten gefunden worden. Die Ermittler gehen bei den Kindern nicht von einer „natürlichen Todesursache“ aus, wie die Polizei mitteilte. Eine Obduktion in der Hamburger Rechtsmedizin soll nun klären, wie das fünfjährige Mädchen und der zwei Jahre alte Junge zu Tode kamen. Sie waren im Wohnhaus der Familie in Wedel im Kreis Pinneberg von Angehörigen entdeckt worden.

Die toten Kinder sind nach Polizeiangaben ein Junge und ein Mädchen.

Ein Polizeisprecher stellt sich vor dem Wohnhaus den Fragen der Reporter.

Foto: Ulli Bohling

Im Stadtteil Rissen, der in Hamburgs Westen an Wedel grenzt, hatte der Vater am Sonntagmorgen Suizid begangen. Zuvor soll er seine Kinder getötet haben. Die Polizei machte bislang keine Angaben dazu, wie die Geschwister zu Tode kamen. Als sicher gilt bisher nur, dass es ein Tötungsdelikt war. „Zwei Kinder sterben ja nicht einfach nebeneinander“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Spurensicherung war stundenlang auf dem Grundstück des Familien-Bungalows im Einsatz. Auch Spür- und Rettungshunde waren vor Ort. Selbst Polizisten vor Ort waren erschüttert: „Es ist ein sehr trauriges Bild“, sagte ein Sprecher. „Wenn man Kinderschaukeln im Garten sieht, kommen Emotionen hoch.“

Das Einfamilienhaus in einer Wedeler Sackgasse nahe eines Auengebiets war am Montag nach wie vor mit einem rot-weißen Absperrband der Polizei abgezäunt. An der Haustür kleben Schilder mit der Aufschrift: „Ist beschlagnahmt! Betreten verboten!“ Blumen oder Kerzen, die oftmals im Gedenken an die Toten abgelegt werden, gab es in der abgelegenen Straße nicht.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

 
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erstellt am 17.Okt.2016 | 14:08 Uhr

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