zur Navigation springen

Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:04 Uhr

Etat 2017: Durchatmen für Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

HaushaltMillionenüberschuss – aber keine Entwarnung

Die Zeichen stehen auf Durchatmen für das steuerkrisengebeutelte Wedel: Die Verwaltung hat mit dem Haushalt 2017 nicht nur einen ausgeglichenen Etatentwurf vorgelegt. Bleibt es bei den Ansätzen, so kalkuliert die Rolandstadt mit einem Überschuss von gut einer Million Euro und erreicht damit das selbst gesteckte strategische Ziel zur Haushaltskonsolidierung. Für eine Entwarnung gibt es allerdings keinen Anlass: Bereits für 2018 rechnet Wedel wieder mit einem negativen Jahresergebnis von knapp 1,12 Millionen Euro.

Soll die Vorgabe von mindestens einer Million Euro Überschuss per anno auch in den Folgejahren erfüllt werden, dann ergibt sich nach Rechnung der Kämmerei allein bis 2020 die Notwendigkeit einer Ergebnisverbesserung in Höhe von insgesamt 5,025 Millionen Euro. Bedeutet: Wedel muss weiter einen strikten Sparkurs fahren und die Haushaltskonsolidierung weiter vorantreiben.

Die Verwaltung gibt in ihren Erläuterungen zum Haushaltsentwurf ferner zu bedenken, dass in die prognostizierten Ergebnisse bereits Erlöse von Grundstücksverkäufen einfließen. Sprich: Wedel schiebt ein erhebliches strukturelles Defizit vor sich her. Bereits für 2017 sind Ausgleich und Überschuss nur durch Grundstücksveräußerungen zu schaffen: Die Stadt kalkuliert für 2017 mit 1,4 Millionen Euro Verkaufserlösen dank ihres Megaprojekts, der Vermarktung des Businessparks. Der soll auch in den Folgejahren für Einnahmen und damit Entlastung sorgen. Ein Prozedere, das sich allerdings bestenfalls zehn Jahre fortsetzen lasse, bevor sämtliche Grundstücke in dem neuen Gewerbegebiet verkauft sind, warnt die Stadt. Und konstatiert: „Da strukturelle Ergebnisse durchweg negativ sind, besteht weiterhin für Leistungsausweitungen kein Spielraum“, heißt es in der Beschlussvorlage zum Haushalt.


Steuern sollen nicht steigen


Insgesamt kalkuliert die Verwaltung für 2017 auf der Ertragsseite mit 72,3 Millionen und auf der Aufwendungsseite mit 71,3 Millionen Euro. Gut für Bürger und Betriebe: Steuererhöhungen sind nicht geplant. Hebesätze für Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer sollen bei 380 Prozent bleiben. Was die Schulden angeht: Hier plant Wedel neue Kredite in Höhe von knapp 13,1 Millionen Euro. Zur Erinnerung: Wedels Etat ist genehmigungspflichtig. Für 2016 hatte der Innenminister die Kredite der Rolandstadt von 13 auf 11,5 Millionen Euro eingedampft.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 09.Nov.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen