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Wedel-Schulauer Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Wedel : Es werden ausgediente Fahrräder gesucht

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Arbeitslosenselbsthilfe möchte gern Flüchtlinge unterstützen und sucht dazu ungenutzte Drahtesel.

Wedel | Manchmal benötigen auch Helfer Hilfe: „Unser Lager ist leer, wir könnten Fahrräder wieder gut gebrauchen, die wir an Flüchtlinge und andere Bedürftige weitergeben“, sagt Hans-Günter Werner, Geschäftsführer der Arbeitslosenselbsthilfe. Der Verein, der Arbeitslose durch Beschäftigung unterstützt, wieder auf die Beine zu kommen, unterhält seit 1986 im Treffpunkt eine kleine Fahrradwerkstatt.

Schon viele Tüftler haben dort alte Drathesel wieder flott gemacht. Zur Zeit führt Henner Pagel die Oberaufsicht in der Arbeitskammer. Er ist gelernter Fahrradmechaniker. „Zwei, drei Leute können ihm helfen“, erklärt Werner. Mehr passen in den Werkraum nicht hinein. Wer einen Platten hat, sein Licht oder seine Bremse repariert bekommen möchte oder einen Frühjahrscheck benötigt, kann dort für eine kleine Zuwendung sein Rad auf Vordermann bringen lassen. Doch das allein füllt die Mechaniker nicht aus. Sie reparieren auch kaputte Fahrräder, die ihnen überlassen werden und geben sie generalüberholt an Bedürftige und in letzter Zeit vermehrt auch an Flüchtlinge wieder ab.

Kürzlich hat die Stadt der Arbeitslosenselbsthilfe etwa 100 Räder anvertraut. Die kamen vom Bauhof oder aus dem Fundbüro, wo sie nicht abgeholt worden waren, und sollten wieder in einen verkehrstauglichen Zustand versetzt werden. So fahrbereit waren sie explizit für Flüchtlinge bestimmt, die sie für eine Schutzgebühr von 30 Euro erwerben konnten. Die Räder sind mittlerweile alle ausgegeben. „Die Flüchtlinge melden sich aber immer noch“, berichtet Werner. Bedarf besteht also nach wie vor. Deswegen jetzt der Aufruf nach weiteren Fahrrädern. Wer noch ein altes, auch kaputtes, rumstehen hat und entbehren kann, bringt es beim Treff neben dem Zob einfach vorbei. Eine Abholung ist auch möglich.

Außer der emsigen Werkstattarbeit verursacht noch ein weiterer Umstand den momentanen Fahrrad-Engpass. Thilo Gehrke musste seine Fahrradwerft aufgeben, weil er keine neuen Räume fand. Sein Anliegen hat er ausdrücklich in die Hände der Arbeitslosenhilfe übergeben, teilt Werner mit.

Der Treffpunkt der Arbeitslosenselbsthilfe ist neben dem Zob in der Mühlenstraße 35 zu finden. Geöffnet ist das Zentrum montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr. Während dieser Zeiten können Fahrräder, die gespendet werden sollen, einfach ohne Anmeldung vorbeigebracht werden. Es ist aber auch möglich, das Fahrrad von zu Hause abholen zu lassen. Für eine Terminabsprache stehen die Ehrenamtlichen unter Telefon 04103-16221 zur Verfügung. Falls der Anrufbeantworter läuft, bitte draufsprechen, es wird zurückgerufen.  www.arbeitslosenselbsthilfe-wedel.homepage.t-online.de
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erstellt am 28.Apr.2016 | 17:15 Uhr

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