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Wedel-Schulauer Tageblatt

05. Dezember 2016 | 03:25 Uhr

Druck und Skulptur

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Leben über all“: Gemeinschaftsausstellung mit Uschi Dechow und Jared Bartz

Drei Dinge sind es mindestens, die die Hamburger Künstlerin Uschi Dechow und den Wedeler Bildhauer Jared Bartz künstlerisch verbinden: das Thema Mensch, die Liebe zur Form und ihr sich Einlassen darauf, dass die Materialstruktur das künstlerische Ergebnis maßgeblich beeinflusst. Dechow widmet sich seit Jahrzehnten der experimentellen Druckgrafik, Bartz bearbeitet seit neun Jahren als freischaffender Künstler Stein, Holz, Bronze und Ton. Auf Einladung des Kulturforums stellen die beiden jetzt gemeinsam im Rathaus aus. „Leben über all“ heißt ihre Schau. Am Mittwoch, 27. April ist Eröffnung. Beginn: 19.30 Uhr.

Lucia Albrecht, im Kulturforum für Ausstellungen verantwortlich, hat die beiden Künstler zusammengebracht. Während der Jubiläumsschau zum 40-jährigen Bestehen, die im vergangenen Jahr Werke von Mitgliedern zeigte, sei ihr die Idee gekommen.


Gemeinsames in gegensätzlicher Form


„Das passt zusammen“, blitzte es in ihr auf. Gemeinsames in gegensätzlicher Form, das schafft Spannung. Beide zeigen Figürliches, die eine in Druckgrafiken, der andere als Skulptur, das erzeugt positive Reibung. Und auch persönlich harmoniert es zwischen den Kreativen. „Sie haben richtig Spaß bekommen, die Ausstellung gemeinsam zu gestalten“, berichtet Albrecht.

Ihre grafischen Arbeiten stellt Dechow sowohl im Hoch- als auch im Tiefdruckverfahren her. Manchmal verbindet sie sogar beide Methoden innerhalb eines Motivs. Sie experimentiert nicht nur mit Material und Farbe, sondern bereichert ihre Radierungen auch mit Alltäglichem wie Tesakrepp, Sand oder Verpackungsstoffen. Bartz denkt in großen Dimensionen. Er bearbeitet seine Holzköpfe auch schon mal mit der Kettensäge. Die innere Struktur des Materials spielt für den Bildhauer eine wichtige Rolle. Darauf einzugehen, macht für ihn den Reiz aus.

Zur Vernissage haben sich beide etwas Besonderes ausgedacht. Sie wollen in einen öffentlichen Dialog treten. „Sich ein bisschen abfragen“, beschreibt es Albrecht. Musikalisch werden sie von Saxophonist Christoph Rink begleitet. 


>  www.kulturforum-wedel.de

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