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Wedel-Schulauer Tageblatt

26. März 2017 | 15:13 Uhr

Dreistigkeit der CDU gerügt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hauptversammlung Freie Wählergemeinschaft Haselau beklagt verhärtete Fronten im Turnhallenbau

Eine positive Bilanz der Arbeit im vergangenen Jahr hat der Vorstand der Freien Wählergemeinschaft Haselau (FWH) während der Jahreshauptversammlung im Jägerkrug ziehen können. Weil die Beteiligung der 23 Mitglieder mit nur acht Teilnehmern gering war, wurden die Vorstandwahlen und die Beratung über die Zukunft der Vereinigung auf Betreiben des Vorsitzenden Michael von Malottki (Foto) abgesetzt.

Heftige Schelte gab es für Uwe Schölermann (CDU), Bürgermeister der Nachbargemeinde Haseldorf, und dessen Fraktionskollegen in Sachen Turnhallensanierung beziehungsweise -neubau. Fraktionschef Marco Küchler (Foto, unten) schilderte die Arbeitsgruppensitzungen. „Die Fronten sind verhärtet“, betonte er. Die Gemeinden Haseldorf und Haselau teilen sich nicht nur die Kosten für die Haseldorfer Grundschule, sondern anteilig auch die für die Turnhalle. Während Haselau die Sanierung bevorzugt, präferiert die Haseldorfer CDU-Mehrheitfraktion einen Neubau. Begründet werde dies mit dem günstigen Zinsniveau. Die zwei Millionen Euro Mehrkosten, die ein Neubau verschlingen würde, sei aus Sicht der Haseldorfer Christdemokraten für beide Dörfer kein Problem. „Die Dreistigkeit der in der Arbeitsgruppe vertretenen CDU-Gemeindevertreter aus Haseldorf ging in der letzten Sitzung so weit, dass nach der Besprechung der Details für einen Neubau bei der Besprechung der Details für die Sanierung diese Gemeindevertreter nicht mehr zuhörten und sich über die Termine der CDU-Haseldorf unterhielten“, echauffierte sich Küchler. Dann sei der Ausspruch gefallen: „Warum unterhalten wir uns eigentlich über die Sanierung? Diese wird eh nicht kommen.“ Der Fraktionschef betonte, weiterhin die Sanierung zu bevorzugen, auch im Hinblick auf den Amtsan- oder -neubau in Moorrege oder an anderer Stelle (unsere Zeitung berichtete) sowie die Erweiterung der gemeinsam unterhaltenen Kindertagesstätte in Haseldorf.

Für einen vernünftigen Einsatz der Steuergelder sprach sich Vize-Fraktionschef Harald Jürgs (Foto) aus. Er forderte, Prioritäten zu setzen. Bevor er einer Sanierung des Landwegs für eine Million Euro zustimme, setze es sich lieber für den Turnhallenneubau ein. Er forderte, dass der TV Haseldorf Flagge bekennen müsse. „Wenn wir drei Millionen Euro in die Hand nehmen, dann muss der Verein auch seinen Beitrag leisten“, sagte der Gemeindevertreter. Denn nur für die Grundschule sei ein Neubau nicht notwendig. Was er von einem Neubau eines Amtsrathauses hält, machte er auch deutlich: „Das steht ganz, ganz hinten auf der Liste, für mich stehen Kinder und junge Familien ganz vorn.“

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