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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 15:12 Uhr

Moorrege kann weiter wachsen : Die Politik sagt „Ja“ zum Baugebiet

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Moorrege | Hitzig ist es am Mittwochabend während der Sitzung der Moorreger Gemeindevertretung zugegangen. Mit „Sie haben jetzt nicht das Wort“ und „nur einer zur Zeit“ musste Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) des Öfteren eingreifen, um eine angemessene Diskussion zu gewährleisten. Grund für die Aufregung war die geplante Absegnung eines Baugebiets östlich des Heistmer Wegs. Vor allem Anliegerin Susanne Hörburger sparte nicht mit Kritik am Planverfahren. Doch es nützte nichts, letztlich beschlossen die Gemeindevertreter den neuen Bebauungsplan mit breiter Mehrheit.

Seit mehreren Jahren stehen die Pläne für das Baugebiet am Heistmer Weg auf der Agenda der Moorreger Politik. Zuletzt musste die öffentliche Auslegung zu dem Planverfahren wegen formeller Fehler wiederholt werden. Zu Beginn der jüngsten Sitzung sah es kurz danach aus, als wenn die Geschichte zu einer „Never-ending-Story“ wird. SPD-Fraktionschef Dirk Behnisch scheiterte nur denkbar knapp mit seinem Antrag, das Thema zur erneuten Beratung in den Bauausschuss zu verweisen. Zuvor konnte Amtsdirektor Rainer Jürgensen den Behnisch-Antrag, eine Einwohnerversammlung einzuberufen, wegen fehlender Dringlichkeit nicht zur Abstimmung zulassen. Der Sozialdemokrat hatte diesen nicht fristgerecht eingereicht.

Während der Einwohnerfragestunde kritisierte Hörburger, die gemeinsam mit ihrem Mann erschienen war, vor allem die ihrer Meinung nach fehlende Transparenz. „Es geht mir darum, dass man während der Sitzungen nicht richtig informiert wird“, sagte die Moorregerin. Weinberg konterte: „Sie haben in der gesamten Verfahrenszeit nicht ein Mal das Gespräch mit mir gesucht.“

Hörburger ging es vor allem um zwei Themen: Den Lärmschutz und einen Knick. Letzterer sei verschoben und zudem nicht an der in den Unterlagen gekennzeichneten Stelle durchbrochen worden. Dazu erläuterte Diplom-Ingenieur Gerd Kruse vom zuständigen Planungsbüro, dass dies zwar unglücklich gelaufen sei, es aus rechtlicher Sicht an den Änderungen jedoch nichts zu bemängeln gebe, da alles formal sauber und ordnungsgemäß abgelaufen sei. „Rechtlich ist es egal, wo der Knick durchbrochen wird“, so Kruse. Denn dieser sei zur Erhaltung festgesetzt und werde vorsichtshalber auf seiner gesamten Länge an anderer Stelle neu angelegt. Zum Lärmschutz sagte Kurse, dass es keinen Anlass gebe in dem B-Plan weitere Lärmuntersuchungen zu machen. Denn in dem Gebiet seien grundsätzlich nur Gewerbebetriebe zulässig, die das Wohnen nicht wesentlich störten. „Für mich ist das ein völlig harmloser Bebauungsplan“, bilanzierte Kruse. So sahen es letztlich auch die Gemeindevertreter. Bei lediglich einer Gegenstimme und drei Enthaltungen segneten sie den B-Plan ab.

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