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Wedel-Schulauer Tageblatt

02. Dezember 2016 | 21:10 Uhr

„Müssen wir erst auf die Straße gehen?“ : Die Parkplatzprobleme am Elbhochufer bleiben ein Aufreger

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Parkplatzproblem am Elbhochufer ist alt, aber nach wie vor aktuell. Das weiß auch die SPD Wedel. Deshalb hatten die Genossen das Thema für ihren „Politischen Klönschnack“ ausgewählt.

Wedel | Wohnmobile, die gleich zwei Plätze belegen, Ortsfremde, die ihre Fahrzeuge abstellen, um an der Elbe spazieren zu gehen und rücksichtslose Autofahrer, die Zufahrten versperren: Das Parkplatzproblem am Elbhochufer ist alt, aber nach wie vor aktuell. Das weiß auch die SPD Wedel. Deshalb hatten die Genossen das Thema für ihren „Politischen Klönschnack“ ausgewählt. Ortsvereinschef Lothar Barop begrüßte dazu gestern Vormittag im Stadtteilzentrum „mittendrin“ außer einigen Parteimitgliedern etwa 30 Anwohner. Gekommen waren zudem Klaus Lieberknecht vom städtischen Bauamt, der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Hölck sowie Henrik Strate von der SPD-Bezirksfraktion Altona.

„Die Situation ist nicht gut“, konstatierte Barop, der selbst seit fast 60 Jahren im Stadtteil lebt. Strate berichtete von den Erfahrungen in Hamburg. Dort seien insgesamt sechs Bewohnerparkzonen ausgewiesen. Jeder Anlieger müsse beim zuständigen Bezirksamt unter der Vorlage von Personalausweis und Kraftfahrzeugschein einen Parkausweis beantragen. Um zu verhindern, dass Nichtberechtigte ihre Fahrzeuge in den Zonen abstellen, sei eine Bewirtschaftung, also eine Kontrolle, unerlässlich.

Barop stellte fest, dass sich die Situation seit der Einrichtung der kostenpflichtigen Parkplätze in der Innenstadt und an der Elbe verschärft habe. Zahlreiche Ausflügler stellten ihre Autos jetzt am Elbhochufer ab. Ein Anlieger schlug vor, mit Vattenfall in Verhandlung zu treten, um das brach liegende Gelände am Kraftwerk zum Parkplatz umzufunktionieren. Auch die Nutzung des Supermarkt-Areals am Hans-Böckler-Platz wurde thematisiert. „Wenn die ihren Parkplatz schließen, haben wir hier eine Katastrophe“, ist sich ein Anlieger sicher. Und: „Es muss schnellstens etwas passieren, denn es wird immer schlimmer. Oder müssen wir dafür erst auf die Straße gehen?“

Der Vorschlag von SPD-Ratsherr Manfred Eichhorn, einen „Runden Tisch“ aus Politik, Verwaltung und Anliegern ins Leben zu rufen, stieß auf Zustimmung. „Wir werden allerdings nie so viele Parkplätze schaffen können, wie eigentlich notwendig sind“, prophezeite Eichhorn. Zudem müsse sich für die Ausweisung im Wedeler Rat eine Mehrheit finden.

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erstellt am 25.Jul.2016 | 13:00 Uhr

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