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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Freie Wählergemeinschaft : Die neue Polit-Kraft für Haseldorf

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Am 14. Oktober stellen sich die BfH der Öffentlichkeit vor. Auslöser für die Gründung war die Amtsauflösung.

Haseldorf | Die Karten werden in Haseldorf neu gemischt. Künftig gibt es in der Gemeinde neben CDU und SPD eine dritte politische Kraft. Am Wochenende stellte sich die neu gegründete Freie Wählergemeinschaft „Bürger für Haseldorf“ (BfH) vor. Das erklärte Ziel: Das Team um Vorsitzende Gisela Speer will zur Kommunalwahl im Frühjahr 2018 antreten. Bisher hat die Vereinigung sieben Mitglieder.

Die BfH sind bereits im Vereinsregister eingetragen. Stellvertretende Vorsitzende sind Frank Schoppa und Klaus-Dieter Sellmann, Schatzmeister ist Wilfried Kahnert und Beisitzer Stefan Biermans. Weitere Gründungsmitglieder sind Kerstin Plüschau und Torsten Speer. Die Signale stehen auf Wachstum. „Es sind viele da, die eintreten wollen“, sagte Torsten Speer. Der Öffentlichkeit vorstellen wollen sich die BfHler erstmals am Freitag, 14. Oktober. Der Termin steht, der Veranstaltungsort wird noch mitgeteilt.

Unter den sieben Gründungsmitgliedern sind zwei ehemalige CDUler. Gisela Speer hat von 2003 bis 2011 im Gemeinderat gesessen, Biermans war im Haseldorfer CDU-Vorstand Beisitzer und für die Christdemokraten als bürgerliches Mitglied im Finanzausschuss. Schoppa war seit 2000 Mitglied der SPD und ist nun zum 30. September ausgetreten.

Gegründet als Reaktion auf starke Unzufriedenheit zahlreicher Haseldorfer Bürger, will die Wählergemeinschaft einen Wechsel in der Dorfpolitik herbeiführen. Sie will eine Politik machen, mit der sich möglichst viele Bürger identivizieren können.

In Haseldorf schwelt der Unmut schon lange. Entscheidungen der CDU-Mehrheitsfraktion führten zu Bürgerprotesten. Als Zeichen des Misstrauens wertet Sellmann die rege Bürgerbeteiligung an den Gemeinderats- und Ausschusssitzungen. Früher seien kaum Bürger als Zuhörer gekommen. So brachten Pläne von Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) zur Umgestaltung des Haseldorfer Hafens, für die auch EU-Mittel über die Aktivregion eingeworben werden sollten, Anwohner und Mitglieder des Wassersportclubs (WSC) Haseldorf auf die Zinne. „Es war aber nicht der Hafen, es war die Auflösung des Amts Haseldorf“, betont Sellmann, der auch Vize-Chef des WSCH ist. In der Kritik steht auch der Umgang mit den Nachbargemeinden Haselau und Hetlingen seitens des Bürgermeisters. Ob in Sachen Kita, Sporthallenbau oder Amtsauflösung – Gemeindevertreter aus den Nachbargemeinden fühlten sich oft vor den Kopf gestoßen und übergangen. „Das Verhältnis ist arg strapaziert worden, so geht man mit Freunden und Nachbarn nicht um“, mein Schoppa.

Die Positionen der BfH sollen in den kommenden Monaten erarbeitet werden. Die Gründungsmitglieder hoffen, dass die Gemeinschaft in Kürze 30 bis 40 Mitglieder haben wird. Dann soll ein Konzept zur nachhaltigen Dorfentwicklung aufgelegt werden. „Wir wollen die Entwicklung unseres Dorfes nicht länger dem Parteiengezänkt überlassen und selber Verantwortung übernehmen“, so die BfHler.

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erstellt am 26.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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