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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 09:56 Uhr

„Unverzichtbar für die Gemeinschaft“ : Die DLRG feiert 80-jähriges Bestehen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Festtag in Wedel: Die DLRG feiert 80-jähriges Bestehen mit Empfang und „Tag der offenen Tür“. Großes Lob von Bürgermeister und Kreispräsident.

Wedel | Sie lehrt Kindern und Erwachsenen das Schwimmen, sorgt für Sicherheit auf dem Wasser und betreibt vorbildliche Jugendarbeit: die Ortsgruppe Wedel der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). 80 Jahre ist es her, dass der Verein aus der Taufe gehoben wurde. Grund genug, zum „runden Geburtstag“ einzuladen, dachten sich Vorsitzender Jochen Möller und seine Mitstreiter. Mit einem Empfang für geladene Gäste sowie einem anschließenden „Tag der offenen Tür“ wurde am Wochenende auf dem Areal zwischen Strandbad und Schulauer Hafen gefeiert.

„Die DLRG ist seit Jahren ein verlässlicher Partner in der Gefahrenabwehr. Es ist ein gutes Gefühl, dass sie an der Copacabana Wedels, dem Strandbad, Wache hält“, sagte Bürgermeister Niels Schmidt während des Empfangs im Beachclub 28 Grad vor etwa 70 Besuchern aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden. Kreispräsident Burkhard Tiemann lobte: „Wenn eine Organisation wie die DLRG ihr 80-jähriges Bestehen feiert, zeigt das, wie unverzichtbar sie für die Gemeinschaft ist. Und: „Ihr bereichert unsere Gesellschaft durch euer lebendiges Vereinsleben“.

Möller gab einen Einblick in die Historie der Ortsgruppe. „Es ist eine Geschichte von Höhen und Tiefen, von turbulenten Zeiten und Erfolgen“, so der DLRG-Chef. Nach seiner Gründung 1936 wurde der Verein, wie die meisten anderen auch, von den Nationalsozialisten verboten. Drei Jahre nach Kriegsende begann der Wiederaufbau, und 1949 wurde mit dem Wachdienst an der Elbe der Grundstein für den heutigen Rettungsdienst auf dem Wasser gelegt.

Hanna Leni (7) ließ sich von Torben Diekjobst an einer Puppe eine Reanimation erklären.
Hanna Leni (7) ließ sich von Torben Diekjobst an einer Puppe eine Reanimation erklären. Foto: Krohn
 

Bei der Jahrhundert-Sturmflut 1962 verlor die DLRG die Rettungswache, ihr Boot sowie fast alle Dokumente und Einsatzgeräte. Mit Eröffnung des Hallenbads verdoppelte sich die Zahl der Mitglieder. Als einen von vielen Höhepunkten der Vereinsgeschichte nannte Möller die Verleihung des Nivea-Delphin-Ehrenpreises 2003 für vorbildliche Vereinsarbeit und Nachwuchsförderung. Seit 2011 stellt die DLRG Wedel gemeinsam mit anderen Ortsgruppen des Kreises in der Wasserrettung eine Katastrophenschutzeinheit.

Heute zählen die Retter aus der Rolandstadt 470 Mitglieder in ihren Reihen. Zum Fuhrpark gehören außer Geräte- und Transportwagen drei Einsatzboote sowie die neueste Errungenschaft, ein vom Kreis Pinneberg mit knapp 100.000 Euro finanziertes Katamaran-Rettungsboot. Ausgestattet mit einem Sonar zur Personensuche, einer hydraulischen Bugklappe, einem Spezialschleppgeschirr, einem Kran für 120 Kilogramm Zuglast sowie zwei 80 PS starken Außenbordmotoren kann das Boot auch bei niedrigem Wasserstand eingesetzt werden.

Beim „Tag der offenen Tür“ am Sonnabendnachmittag stellten die Lebensretter ihre Fahrzeuge vor und luden zu Kurz-Törns auf der Elbe mit den Rettungsbooten „Klaar Kimming“, „Hol di stief“ und „Pagensand“ ein. Für Kinder standen eine Hüpfburg, ein Schminktisch sowie andere Spielstationen bereit. Erste-Hilfe-Übungen an Puppen und Informationsstände rundeten das Aktionsangebot ab.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 16:30 Uhr

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