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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2016 | 05:17 Uhr

Hetlinger in Sorge : Die Anwohner fürchten Gewerbelärm

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Während die Christdemokraten an ihrem Plan festhalten, an der Holmer Straße eine Fläche auszuweisen, sehen Anwohner der benachbarten Straße Blink sowie die Freie Wahlgemeinschaft und die SPD das Zukunftsprojekt weiterhin kritisch.

Hetlingen | Braucht Hetlingen ein Gewerbegebiet? Noch immer scheiden sich an dieser Frage die Geister. Der CDU-Gemeindeverband lud deshalb zu einer Informationsveranstaltung in die Gaststätte Op de Deel ein. Etwa 25 Bürger kamen. Vorsitzender Jens Körner freute sich über die gute Resonanz: „Sonst sind wir immer in sehr viel kleinerer Runde.“ Während die Christdemokraten an ihrem Plan festhalten, an der Holmer Straße eine Fläche auszuweisen, sehen Anwohner der benachbarten Straße Blink sowie die Freie Wahlgemeinschaft und die SPD das Zukunftsprojekt weiterhin kritisch.

Das Thema wird während der nächsten Gemeinderatssitzung  am Donnerstag, 13. Oktober, behandelt. Die Beratungen in der Gaststätte Op de Deel in der Schulstraße 7 beginnen um 20 Uhr.

Wie berichtet, soll vor dem Ortseingang aus Richtung Holm kommend links ein Wohn-, Misch- und Gewerbegebiet entstehen. Unmittelbar betroffen sind davon die Anwohner des Blinks. Neben Lärmbelästigung befürchten Anwohner auch zunehmende Verkehrsbelastung. „Warum wird ist eine Zuwegung nicht nur für Radfahrer möglich“, wollte Paul Schmalisch wissen. „Wir haben kleine Kinder und finden das nicht sonderlich attraktiv“, legte er nach. Zudem wollte er wissen, welche Gewerbetreibenden Interesse bekundet haben.

Nach Worten von Matthias Strauch, Vize-Vorsitzender des Bauausschusses, gibt es für die sechs geplanten Grundstücke fünf Bewerbungen, vier davon aus Hetlingen. Zudem habe ein Elektrobetrieb aus Holm Interesse gezeigt. Von einer Lärmbelästigung der Blink-Anwohner wollen die Christdemokraten nichts wissen. Schließlich sei das Gelände so überplant, dass neun Einzelhäuser eine Pufferzone bilden, der dann ein Mischgebiete folge. Erst im Anschluss daran liege das Gewerbegebiet.

Nach Worten von CDU-Fraktionschef Alexandré Thomßen sollen in der Regel klassische Handwerksbetriebe angesiedelt werden. Kritik gab es auch daran, dass es keine öffentliche Info-Veranstaltung mit Planungsexperten gab und die CDU stattdessen eingeladen hatte. Das brachte Julius Körner, Chef des Kinder- und Jugendbeirats, auf den Plan. Im Mai sei die Machbarkeitsstudie in öffentlicher Sitzung vorgestellt worden. „Es war niemand dort, nur wir vom Kinder- und Jugendbeirat“, polterte er. Anwohner machen sich zudem Sorgen wegen der Oberflächenentwässerung. Strauch konterte: „Die Planer sind Fachleute, man muss auch mal vertrauen.“

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erstellt am 06.Okt.2016 | 16:15 Uhr

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