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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 21:31 Uhr

Bahnhofstraße in Wedel : Der Radstreifen bleibt ein Kompromiss

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Markierung kommt – aber nicht durchgängig. Tempo 30 als zusätzliche Anordnung nicht kombinierbar.

Wedel | Es ist nicht der große Wurf, aber es soll ein kleiner effektiver Beitrag sein, um die Bahnhofstraße für Radfahrer attraktiver zu machen: So beschrieb Ordnungsamtsleiter Jürgen Brix im jüngsten Planungsausschuss eine verkehrsregelnde Maßnahme, die Wedel am Sonntag umsetzen wird. Zwischen Rathausplatz und Doppeleiche wird auf der Fahrbahn ein so genannter Schutzstreifen für Radfahrer markiert.

Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Verkehrsteilnehmer auf vier Rädern, den der Jugendbeirat angeregt hatte und den die Verwaltung nach Prüfung unterstützt. Eben von Behördenseite kommt indes auch der ausdrückliche Hinweis: Was hier vorgenommen werden kann und soll, ist lediglich ein Kompromiss. Die klaren Verhältnisse wie in der Feldstraße, wo erstmals ein Schutzstreifen ausgeweisen wurde und wo die Stadt positive Erfahrungen verbucht, sind in Wedels Bahnhofstraße nicht gegeben.

Konkret geht es um Engstellen, wo der Fahrbahnbereich für die erforderliche Schutzstreifen-Breite von 1,50 Meter nicht genügend Platz bietet. Und davon gibt es einige, so Angela Hans von der städtischen Verkehrsaufsicht. Nicht nur bei den Pflanzinseln, die die Straße stark einengen. Auch bei den Bushaltestellen an der Barlach-Apotheke und bei der Doppeleiche sowie bei den Einmündungen der Spitzerdorfstraße sei zu wenig Platz für die Markierung. Zudem gibt es gepflasterte Bereiche – siehe die Post –, die ebenfalls unmarkiert bleiben müssen. Von einem durchgehenden Streifen ist man also weit entfernt. In der Praxis bedeutet dies Unterbrechungen des Streifens und einen Pfeil, der auf die Fahrbahn weist. CDU, WSI und FDP hatten daher angeregt, als Ergänzung oder alternativ Tempo 30 in der Bahnhofstraße einzurichten. Eine Kombination schließe sich jedoch aus, so Brix im Ausschuss.

Zwischen 8 und 14 Uhr arbeiten am Sonntag, 17. Juli, die Markierer. Laut Hans sind keine Sperrungen notwendig. Es könne jedoch zeitweise zu leichten Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Schutzstreifen sind Teil der Fahrbahn und durch eine dünne, unterbrochene Linie  gekennzeichnet. Sie sind  mit Fahrrad-Piktogrammen gekennzeichnet. Autos dürfen auf Schutzstreifen nicht parken und nur ausnahmsweise fahren, zum Beispiel in einer engen Straße. Halten bis zu drei Minuten ist auf Schutzstreifen zulässig. Die Breite der restlichen Fahrbahn zwischen den Schutzstreifen ist so gewählt, dass zwei Autos sich in der Regel begegnen können. Schutzstreifen sollen Sicherheit bieten, weil  Fahrradfahrer für Autofahrer besser zu sehen sind, besonders an Kreuzungen und Zufahrten. Gegenüber dem Mitfahren auf der Fahrbahn haben Schutzstreifen den Vorteil, dass Radfahrer an wartenden Autos (zum Beispiel an Ampeln) bequemer vorbeifahren können. Dies ist für die Verkehrssicherheit von Bedeutung, da sie so aus dem „Toten Winkel“ der Autofahrer heraus in deren Blickfeld vorfahren können. Radfahrstreifen und Schutzstreifen sollen helfen, Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern zu vermeiden, wie sie auf Radwegen oder bei erlaubter Nutzung des Gehwegs vorkommen können. Schutzstreifen führen erfahrungsgemäß dazu, dass Radfahrer weniger häufig in der falschen Richtung, das heißt  links der Fahrbahn fahren. (Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg)
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erstellt am 12.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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