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Wedel-Schulauer Tageblatt

02. Dezember 2016 | 21:14 Uhr

Heist : Der Babywald wächst immer weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Erneute Baumpflanzungen: Die Familien sind begeistert von der Einrichtung.

Heist | Die meisten Familien waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Fladweg in Heist unterwegs. Mehr als 100 Eltern mit Karren oder Kinderwagen, ältere Kinder hopsend an den Händen der Großeltern oder sogar Urgroßeltern, Onkel und Tanten strebten am vergangenen Sonnabend in den sogenannten Babywald in Heist. Er befindet sich auf einer großen Wiese ein wenig versteckt hinter einem Knick und ist über eine kleine Brücke zu erreichen. Hier wurden sie vom Heistmer Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) willkommen geheißen.

Der Bürgermeister ist sehr glücklich darüber, dass sich die Idee vom Babywald so erfolgreich entwickelt hat. Neumann hatte die Namensschilder der 26 Kinder, die vom 1. Juli 2015 bis zum 31. August 2016 geboren wurden und auch Plaketten für fünf ältere Geschwisterkinder mitgebracht. Ursprünglich war die Idee eines Waldes mit einem Baum für jedes neugeborene Kind in Heist im Jahr 2009 im Zuge einer Ersatzbepflanzung für das neue Gewerbegebiet am Kreuzweg entstanden.

Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) verteilte die Schilder und Urkunden.
Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) verteilte die Schilder und Urkunden. Foto: Heer

Die inzwischen fast 200 Bäume übertreffen aber schon lange das verlangte Kontingent an Ausgleichsbepflanzung und entwickeln sich langsam zu einem großen Babywald. Zudem hat sich dieser ganz besondere Tag, an dem Eltern eigenhändig einen Baum für ihr Kind pflanzen, mit seiner Symbolkraft zur größten Veranstaltung für Familien mit Anhang neben der Einschulungsfeier entwickelt.

Um den Kindern in Heist einen Platz im Kindergarten verschaffen zu können, die Klassen in den Grundschulen zu planen und auch, um einen Baum pflanzen zu dürfen, erhalten die Eltern neben einem Geburtsgeschenk von 50 Euro einen Fragebogen vom Bürgermeister über ihre Zukunftsplanung. So konnten auch Schilder und Urkunden für die von der Gemeinde gespendeten Bäume rechtzeitig zum Fest fertiggestellt werden.

Einige Eltern hatten ihren eigenen Spaten mitgebracht, um die kleinen Linden, Eichen, Erlen oder Buchen der Baumschule Peter Paasch einzubuddeln. Um die Namensschilder an den bereits eingesetzten Pfählen zu befestigen, konnte ein elektrischer Schraubenzieher ausgeliehen werden. Mit viel Spaß und fröhlichen Gesichtern packte die ganze Verwandtschaft mit an. Auch Familie Meik und Nadine Schwanebeck war begeistert von der Aktion. Sie ergriffen die Chance, auch für die Brüder von Baby Leif Johannes – Max Hendrik und Finn Noah – die Schilder mit ihrem Namen und Geburtsdatum am Pflock vor dem Baum zu befestigen. Seit einigen Jahren ist es möglich, auch nachträglich noch die Plaketten von Geschwistern im Babywald anzubringen.

Im kommenden Jahr soll die Pflanzung des 200sten Baums im Babywald mit einem großen Fest gefeiert werden, versprach Neumann. Großes Lob gab es von Familie Niehaus. „Das ist wirklich eine sehr schöne Aktion. So haben wir in Zukunft immer einen Ort, um mit den Kindern dahin spazierenzugehen“, freute sich Anna Niehaus.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 16:30 Uhr

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