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„Blutsbruder“ ist zurück in Wedel : „David & Götz“ spielen das kleinste Showspektakel ihrer Karriere

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Vor 25 Jahren debütierte David Harrington im Theater - jetzt gibt er mit seinem Partner ein Showkonzert an zwei Pianos.

Wedel | Vergangenes Jahr gaben die beiden Klavierentertainer „David & Götz“ in Hamburgs Barclaycard Arena ihr bisher größtes gemeinsames Konzert. Jetzt kommt das Duo nach Wedel, zum kleinsten Showspektakel ihrer Karriere. Aus tiefer Verbundenheit zur Stadt, wie David Harrington dem Tageblatt berichtet. Der Musiker hat ein ganz besonderes Verhältnis zur Stadt: „Wedel ist wie eine Insel für mich, und Götz weiß das“, sagt er begeistert. Deshalb zog der Showpartner mit. Für die Extra-Vorstellung am Mittwoch, 26. April, im Theater Wedel gibt es noch Karten.

Vor 25 Jahren wurde der Grundstein für die „starke emotionale Beziehung“ des Schenefelders zur Rolandstadt eher zufällig gelegt. Harrington hatte nach dem Abitur versucht, an der Hamburger Musikhochschule anzukommen. Doch er fiel durch die praktische Aufnahmeprüfung durch. Völlig frustriert fuhr er nach der Absage mit seinem 17 Jahre alten Ford Fiesta Diesel durch die Gegend, so erzählt er, als ihm auf dem Weg ein Schild ins Auge fiel: Theater Wedel rechts. Das nahm Harrington als Aufforderung. Er folgte dem Hinweis und stand kurze Zeit später vor Andy Neil, dem damaligen Theaterleiter. Der engagierte den jungen Mann vom Fleck weg für die nächste Produktion: das Musical Blutsbrüder.

„Seitdem hat das Theater Wedel eine zentrale Bedeutung für mich“, bekennt Harrington eindringlich. Er spielte fünf Jahre lang einen der Brüder. Nahezu alle Vorstellungen des überaus erfolgreichen Kult-Stücks, erzählt er nicht ohne Stolz. Der Schenefelder hatte Theater-Blut geleckt. Und das hatte weitreichendere Folgen für ihn als vermutet. Der eher zufällige Einstieg ins Bühnenleben sollte für Harrington kein Umweg, sondern direkter Pfad zur großen Leidenschaft werden: „Das Engagement in Wedel hat mich zum Musiktheater gebracht. Das war der Start von allem“, bekennt er dankbar.

Harrington hat dann doch noch die Aufnahmeprüfung zum Musikstudium bestanden: An der Hochschule der Künste in Berlin studierte er Klavier und Gesang. Ein Studium der Theaterwissenschaften an der dortigen Freien Universität schob er nach. Der Musiker bezeichnet sich selbst als Unterhaltungspianist. Er spielte in verschiedenen Musicals, beispielsweise im Phantom der Oper, mit, war zehn Jahre musikalischer Leiter im Schmidts Tivoli und wirkte als Dirigent in der Neuen Flora. Mit seinem besten Kumpel aus Studienzeiten, Götz Östlind, debütierte Harrington 2009 als Duo „David & Götz – Die Showpianisten“ an zwei Klavieren und tourt seitdem mit großem Erfolg durch die Republik.

Für das „kleinste Duokonzert“ in Wedel haben sie ein neues Programm zusammengestellt. „Es gibt viel zu lachen“, kündigt Harrington an. Klassisches, beispielsweise von Tschaikowski, steht ebenso an wie Musicalnummern und Pop- und Rocktitel, von John Miles etwa. Jedes Stück ist eigenhändig arrangiert, jedes Stück ein Unikat. In Wedel spielen die beiden unplugged – und singen auch im Duett. Harrington, der geborene Entertainer, und Östlind, der smarte Gentleman, legen einen Balanceakt zwischen Absurdität und Können hin, so die offizielle Ankündigung. Das 25-Jahre-Harrington-Revival-Konzert im Theater beginnt um 20 Uhr.  

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erstellt am 12.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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