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Wedel-Schulauer Tageblatt

05. Dezember 2016 | 13:44 Uhr

Verkehr in Wedel : Dauerbaustelle an der Landesgrenze

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ein Gasversorger hat im Schulauer Moorweg Leitungen verlegt. Die Straße wird 2017 erneut aufgerissen.

Wedel | Vor allem für den Berufsverkehr ist der Schulauer Moorweg entlang der Grenze zwischen Wedel und Hamburg ein wichtiger Zubringer für die B 431. Seit März wird dort gebaut – lange ohne sichtbaren Fortschritt. Nun wurde die aufgerissene Straße wieder verschlossen. Doch bis Mitte 2017 wird es dort wieder eine Baustelle geben.

Vielen Pendlern waren die Arbeiten ein Dorn im Auge. Sie machten den Abschnitt unter der Bahnbrücke zum Nadelöhr. Die Strecke wird zwar auch von zahlreichen Wedelern aus dem Nordosten der Stadt als Verbindung in Richtung Industriestraße, Rissen und Blankenese benutzt. Sie liegt aber auf Hamburger Gebiet. Diese Zeitung fragte Anfang September beim Bezirksamt Altona nach. Nun kam die Antwort.

„Zweck der Arbeiten bei der schon länger andauernden Baustelle im Schulauer Moorweg sind Verlegungsarbeiten zur Gasversorgung“, teilte Martin Roehl, Pressesprecher des Bezirksamts, mit. Die gegenwärtige Baustelle sei damit keine des Bezirkes Altona. Zuständig sei statt dessen die Hamburg Netz GmbH.

Deren Pressesprecher Volker Mielisch bestätigt: „Die Bauarbeiten sollten am 4. August erledigt sein.“ Seinen Angaben nach ist die Versorgungsleitung im Schulauer Moorweg verlegt. Es fehle jedoch ein Teilstück unter der Bahnbrücke. Dafür sei eine Genehmigung der Bahn erforderlich, die noch nicht vorliege. „Über die Art und Weise der Verlegung sind wir zurzeit noch in Gesprächen mit der Bahn. Dadurch hat und wird sich die Baumaßnahme verlängern“, teilte Mielisch mit.

Die Bahn muss grünes Licht geben

Bis Mitte kommenden Jahres 2017 werden wieder Baumaschinen rollen – wenn die Bahn grünes Licht gegeben hat. Sperrungen soll es dann nicht mehr geben. „Es wird aber bei den Arbeiten noch Verkehrsbehinderungen geben“, kündigte der Pressesprecher an. Insgesamt 150.000 Euro investiert die Hamburg Netz in die neue Leitung.

Das Projekt des Versorgers ist jedoch nicht das einzige, was auf der Agenda steht. Denn die Straße unter der Bahnbrücke wird bei Starkregen zur Badewanne. Bisher haben die Planer keinen Weg gefunden, das Areal ausreichend zu entwässern. „Wir werden deswegen eine Regenwasserpumpstation bauen, um die immer wieder auftretenden Überflutungen unter der S-Bahn-Linie zu verhindern“, teilte Roehl mit. Da das Überflutungsproblem in der Senke regelmäßig auftrete, soll die Pumpstation zusätzlich zu den dort bestehenden Sickerschächten eingerichtet werden. „Diese soll das Regenwasser in Richtung Wedeler Landstraße zur dortigen Hauptsammelleitung befördern“, erläuterte Roehl.

Die Ausschreibungen für das Projekt laufen. Der Baustart stehe noch nicht fest. „Bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann, bedarf es einer Abstimmung mit Hamburg Wasser bezüglich einer Einleitungsgenehmigung“, teilte der Behördensprecher mit. Nach vorläufigen Schätzungen kosten die Bauarbeiten etwa 175.000 Euro.

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erstellt am 14.Okt.2016 | 10:00 Uhr

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