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Wedel-Schulauer Tageblatt

30. April 2017 | 09:14 Uhr

Spielplätze in Wedel : Das wollen die Bürger

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Stichwort Rückbau - jetzt nehmen die Wedeler Stellung zu den Plänen.

Wedel | Zwei Wochen hatten Wedeler die Möglichkeit, sich zu den sieben Spielplätzen, die auf der Streichliste stehen, zu äußern – und sie haben die Zeit genutzt. Die öffentliche Beteiligung, die Eltern auf dem Spielplatzgipfel Ende November gefordert hatten, kam gut an. Jetzt stellt die Verwaltung die Ergebnisse im nächsten Ausschuss für Bildung-, Kultur und Sport am Mittwoch, 8. März, vor.

Um ein umfassendes Meinungsbild zu bekommen, hatten die Verantwortlichen folgende Möglichkeiten geschaffen: Auf Darstellungen, die im Bauhof aushingen, konnten Besucher grüne Punkte aufkleben, wenn sie wollten, dass der Spielplatz erhalten bleibt. Zudem lag ein Buch aus, in das Vorschläge, Kommentare und Anregungen hineingeschrieben werden konnten. Mit Abstand den höchsten Zuspruch bekam die Spielanlage an der Pferdekoppel. Sie wies nach 14 Tagen 23 grüne Erhaltungs-Punkte auf. Zudem war für diesen Spielort eine Unterschriftenliste angelegt worden. Schlusslicht im Punkte-Ranking: der Bolzplatz Im Grund. Er holte nicht einen Punkt ein. Auch im Buch machte sich niemand für ihn stark.

Zehn Unterstützerpunkte für den Erhalt konnte der Spielplatz am Egenbüttelweg für sich verbuchen, zählt die Verwaltungsvorlage auf. Neun wurden der Anlage am Hainbuchenweg aufs Papier geklebt. Die Spielplätze am Rebhuhnweg und am Wiedkamp kamen beide auf vier Punkte, der an der Reepschlägerstraße nur auf einen einzigen. Abgestraft wurde eine Anlage, die gar nicht zur Auswahl stand. Dem Spielplatz an der Gerhard-Hauptmann-Straße verpasste ein Besucher einen roten Punkt ins Begleitheft: ungenutzt und verkommen, der könne geschlossen werden, so seine Einschätzung.

Anlagen werden gut genutzt

Auch ins Buch schrieben die Teilnehmer fleißig hinein. Das häufigste Argument, mit dem der Erhalt der Anlagen gerechtfertigt wurde: Der Spielplatz werde doch gut und viel genutzt. In der Pferdekoppel hatten die Anwohner die Zukunft im Blick. Zurzeit finde ein Generationenwechsel statt, bald würden dort wieder mehr Kinder wohnen, gaben sie zu Bedenken. Auch im Egenbüttel- und Hainbuchenweg war die subjektive Empfindung: Der Spielplatz wird von den Kindern angenommen. Für die Anlage im Egenbüttelweg befüchtete eine direkte Anwohnerin, „dass eine Spielfläche ohne Spielgeräte zur Hundeauslauffläche  /  Hundetoilette mutiert“.

Nur vier Punkte bekam der Spielplatz im Rebhuhnweg, dafür allerdings auch eine Unterschriften- sowie eine „Ini-Liste“ und sieben Plädoyers ins Buch formuliert. „Wir sind für den Erhalt gewachsener Infrastruktur!“, lautete ein Argument. Ein anderes betonte, dass die Kommunikation auf den kleineren Spielplätzen das Nachbarschaftsgefüge fördere. Ein Eintrag zeugte von starkem Misstrauen ob der Gründe, die Politik und Verwaltung zu den Schließungen der Spielplätze bewegen mögen: „Der Verdacht langfristiger Verkaufspläne seitens der Stadt betreffs eventueller Grünflächen liegt sehr nahe!“, heißt es dort.
 

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erstellt am 03.Mär.2017 | 16:30 Uhr

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