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Wedel-Schulauer Tageblatt

26. September 2016 | 10:45 Uhr

Das Prinzip Prävention : Das kann Wedels neuer Bauhof

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wedel | Das Prinzip, nach dem Bauhofleiter Sönke Ferch und die Verwaltung den Bauhof umkrempeln, ist simpel: Kosten runter, Effizienz rauf. Eine Formel, die Erfolg verspricht und bereits erzielt hat, wie sich rund drei Jahre nach Vorstellung des neuen Konzepts durch Ferch zeigt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt die zuständige Fachdienstleiterin Bauverwaltung, Tief- und Gartenbau, Birgit Woywod. Das hat auch die Politik bestätigt, die erste Früchte der Umstrukturierung wohlwollend zur Kenntnis genommen hat. Überlegungen Richtung Outsourcing der Bauhofleistungen gehören denn auch schon länger der Vergangenheit an. Das Tageblatt stellt in loser Folge Aufgabenbereiche und Leistungen des städtischen Betriebs vor.

„Wir sind hervorragend aufgestellt“, kann Ferch aktuell mit Blick auf die technische Ausstattung sagen. Denn um mehr Wirtschaftlichkeit zu erreichen, wurde zunächst investiert. Traktor, Transporter, Mehrzweckfahrzeug, immer mit Blick auf Multifunktionalität, sind Anschaffungen, die dem Prinzip der Umstrukturierung dienen: Immer mehr qualifizierte Arbeiten macht das Bauhof-Team selbst. Tätigkeiten, die günstig auf dem Markt zu bekommen sind, werden dagegen vergeben. So können die Personalressourcen besser genutzt werden. Denn die Zahl der Beschäftigten ist gleich geblieben: 22 Mitarbeiter, zwei in der Verwaltung.

Weiterbildung als wesentlicher Baustein

Wichtiger Begleiter auf dem Weg zur Umsetzung des neuen Konzepts sind Weiterbildungen. Das geht durch alle Bereiche, so Ferch: die Grünflächenunterhaltung, die Straßenunterhaltung, die Straßenreinigung und den Winterdienst. Ferch selbst etwa hat sich für die endabnahe von Spielplätzen qualifizieren lassen – nur eine von vielen neuen Leistungen, dei künftig weitgehend aus dem eigenen Betrieb kommen sollen.

Umschichten – auch das gehört zum Bauhofkonzept. So wurde die Straßenunterhaltung von fünf auf sieben Mitarbeiter aufgestockt, alle mit entsprechender Schulung. Mehr als vier Kilometer Bundesstraßen, 1,6 Kilometer Landesstraßen, 66,5 Kilometer Stadtstraßen und 35,14 Kilometer Wirtschaftswege müssen von dem Team mit Vorarbeiter Stefan Bindseil, Mihail Paulsen, Thorsten Noffke, Julia Reifschläger, Hauke Viehmann, Peter Lustig und Asat Gevorkian in Schuss gehalten werden.

Ein wesentlicher Gedanke dabei ist Prävention. Um größere Schäden und damit teure Asphaltierungsarbeiten zu verhindern, wurde ein so genannter Verguss-Kombi-Kocher mit Temperatursteuerung angeschafft. Eine der besagten Investitionen. Mit dem Gerät werden Asphaltrisse vergossen, aus denen sich ohne Reparatur Schlaglöcher und am Ende Straßensanierungsfälle entwickeln. Mit Hilfe eines Asphalt-Thermo-Containers ist der Bauhof zudem in der Lage, Schlaglöcher und Sackungen im Asphalt fachgerecht zu beseitigen. Teure Bereiche der Straßenunterhaltung, die jetzt selbst geleistet werden können. Ferch: „Die Prozessoptimierung auf dem Bauhof lässt viele notwendige Unterhaltungsarbeiten der Straßen, Wege und Plätze auch bei einer weiterhin angespannten Finanzlage der Stadt zu.“

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erstellt am 17.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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