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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 00:58 Uhr

Klares Votum für Namenswechsel : Das Amt Moorrege hat jetzt einen neuen Namen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wegen drei neuer Gemeinden: Amt Moorrege wird in Amt Pinneberger Geest und Marsch umgetauft.

Moorrege | Das Amt Moorrege heißt ab 1. Januar 2017 „Amt Pinneberger Geest und Marsch“. Die Mitglieder des Hauptausschusses vom Amtsausschuss haben sich am Freitagabend einstimmig für eine Umtaufe ausgesprochen. Amtsdirektor Rainer Jürgensen präsentierte der Bürgermeisterrunde das Ergebnis einer Umfrage unter den Einwohnern und den Mitarbeitern der Verwaltung. Jetzt müssen noch der Amtsausschuss, der am 12. September zusammenkommt, und der Innenminister ihr Okay geben.

Wahlberechtigt waren die 63 Beschäftigten der Amtsverwaltung sowie die 23115 Einwohner der sieben amtsangehörigen Gemeinden Moorrege, Heist, Holm, Appen, Neuendeich, Groß Nordende und Heidgraben und der drei Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen, die zum 1. Januar 2017 mit ihrer Verwaltung zum Amt Moorrege wechseln. Von den Mitarbeitern beteiligten sich 16 an der Umfrage. Aus der Bevölkerung kamen 72 Rückmeldungen. Nicht berücksichtigt werden konnten ein Vorschlag aus Hamburg und einer aus Uetersen. 
In Moorrege war die Beteiligung am größten. 52 Bürger taten ihre Meinung kund. 43 sprachen sich für eine Umbenennung aus, neun für die Beibehaltung der derzeitigen Bezeichnung. Vergleichsweise hoch war die Beteiligung auch in Hetlingen mit 18 Änderungswünschen und einer Stimme für den Beibehalt. Der Kinder- und Jugendbeirat der Marschgemeinde hatte sich früh einen anderen Amtsnamen, einen,  mit dem sich alle Gemeinden identifizieren könnten, gewünscht.  Die einzige Gemeinde, in der die Zahl derjenigen, die den alten Namen behalten wollen, größer war, als die, die sich eine neue Bezeichnung wünschen, war Holm. Vier Holmer sprachen sich dafür aus, dass die Verwaltung weiter Amt Moorrege heißt, zwei reichten Namensvorschläge ein.
Die Ergebnisse der übrigen Gemeinden: Aus Appen kamen 13 Namensvorschläge, niemand setzte sich für den bisherigen Amtsnamen ein. In Groß Nordende war das Verhältnis 7:0, in Haselau 3:0, in Haseldorf 9:2, in Heidgraben 8:0, in Heist 4:3 und in Neuendeich 1:0. 

135 unterschiedliche Vorschläge wurden von 88 Teilnehmern eingereicht. Ein Arbeitskreis, dem außer dem Amtsdirektor auch Amtsvorsteher Walter Rißler, Rolf Herrmann, Vorsteher des Amtes Haseldorf, Hauptausschussvorsitzender Jürgen Neumann sowie die Bürgermeister Uwe Schölermann aus Haseldorf und Monika Riekhof aus Hetlingen angehörten, sichtete die Vorschläge.

„Die Leute haben sich wirklich Gedanken gemacht“, stellte Jürgensen fest. Potentielle Namen wie Amt GroHolHeiMooAp, Amt Moor(rege) für Marsch und Geest (das eingeklammerte rege sollte dafür stehen, dass im Amt besonders rege gearbeitet wird) oder Amt Auenland schieden aus. „Die Vorschläge sind originell, aber wir kriegen sie beim Innenminister nicht durch“, so der Amtsdirektor. Die Vorschläge Amt GeMa, als Abkürzung für Geest und Marsch, und Amt Königreich Weinberg, eine Anspielung auf Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg, lösten Heiterkeit aus.

Mehrere Einsender setzten auf einen Kompromiss und ergänzten das bestehende Amt Moorrege um Land, Umland, Umgebung oder Elbmarschen. Viele Umfrageteilnehmer wünschten sich eine Verbindung mit der Elbe wie Amt Alter Elbstrom oder Amt Elbe-Pinnau. Der Name Amt Uetersen-Land, der an eine frühere Bezeichnung anknüpfen würde, schied mit der Begründung aus, dass man sich gerade vom großen Nachbarn unabhängig machen wolle. 30 Einsender sprachen sich für den Gewinnernamen „Amt Pinneberger Geest und Marsch“ aus. Sie werden in den kommenden Tagen benachrichtigt. Die in Aussicht gestellte Prämie von 200 Euro wird aufgeteilt.

Kritiker Weinberg bleibt Sitzung fern

„Unter der Bezeichnung Amt Pinnberger Geest und Marsch können wir uns alle wiederfinden“, sagte Hauptausschussvorsitzender Jürgen Neumann (CDU) zufrieden. Der Heistmer Bürgermeister kritisierte, dass sein Moorreger Amtskollege Karl-Heinz Weinberg (CDU) nicht zur Ausschusssitzung erschienen war. Der erklärte Gegner der Umbezeichnung und sein Stellvertreter Georg Plettenberg (CDU) hatten abgesagt – demonstrativ, wie vermutet wurde. „Darüber werden wir reden müssen“, so Neumann. Auch Moorreges stellvertretender Bürgermeister Dirk Behnisch (SPD) verurteilte das Fernbleiben Weinbergs. „Unser Bürgermeister hat scheinbar kein Interesse mehr an der Arbeit in diesem Gremium“, sagte er.

Zum 1. Januar 2017 soll das Verfahren abgeschlossen sein. „Nennenswerte Kosten entstehen nicht“, versicherte Jürgensen auf Nachfrage des stellvertretenden Bürgermeisters Dietmar Voswinkel (SPD) aus Holm. Die Briefköpfe müssen aufgrund der Aufnahme der Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen sowieso geändert werden. Ansonsten benötige das Amt nur einige neue Stempel.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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