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Wedel-Schulauer Tageblatt

09. Dezember 2016 | 08:52 Uhr

Trotz Wahlniederlage : Claudia Wittburg geht in die Politik

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die ehemalige Bürgermeisterkandidatin in Wedel wird Stellvertreter-Posten auf der SPD-Liste in zwei Gremien übernehmen.

Wedel | Sie werde weitermachen, hatte Claudia Wittburg nach ihren viel beachteten 45,6 Prozent bei der Bürgermeisterwahl Ende Februar erklärt. Jetzt liefert sie den Beleg dafür. Die parteilose 36-Jährige, die ohne Empfehlung einer Ratspartei gegen Amtsinhaber Niels Schmidt angetreten und nur knapp unterlegen war, rückt als Stellvertreterin in den Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport sowie in den Planungsausschuss nach – auf Liste der SPD. So soll es heute Abend der Rat absegnen.

Wittburg – eine neue Wedeler Genossin? „Nein, ich bin nicht der SPD beigetreten“, sagte die Medienwirtin gestern auf Tageblatt-Anfrage. Sie sei weiter parteilos und wolle es auch bleiben. Auch die Absicht, in sechs Jahren erneut für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, stehe. Der Schritt in die Gremienarbeit sei eine Möglichkeit, sich weiter zu engagieren, „meine Hausaufgaben zu machen, am Ball zu bleiben.“ Die SPD gebe ihr die Chance dazu – „dafür bin ich dankbar“, so Wittburg.

Nahezu alle Parteien seien nach der Wahl auf sie zugekommen, es habe mehrere Angebote zur Mitarbeit gegeben. Ganz bewusst habe sie sich da für die SPD entscheiden, so die 36-Jährige. Trotz des eigenen Bewerbers Eckhard Frahm, Verwaltungsfachmann aus Bordesholm, habe man Kontakt zu ihr gehalten. Wittburg habe sich von Beginn an von der SPD ernst genommen gefühlt. Tatsächlich werteten viele Beobachter ein Flugblatt der Sozialdemokraten zur Erwartung der Partei „an eine zukünftige Bürgermeisterin/einen zukünftigen Bürgermeister“ als kaum verhohlene späte Unterstützung Wittburgs, nachdem Frahm seinen Rückzug erklärt hatte.

Sie hoffe, dass sie ihre Themen Transparenz, Bürgernähe und Bürgerbeteiligung voranbringen könne, so Wittburg gegenüber dieser Zeitung. Zudem werde sie versuchen, an allen Stellschrauben zu drehen, um etwas für Familien zu erreichen. Kitagebühren und Familienpolitik waren die ersten Themen, mit denen Wittburg sich im Bürgermeisterwahlkampf positioniert hatte. Sie ist außerdem in der Kreiselternvertretung aktiv.

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erstellt am 28.Apr.2016 | 13:30 Uhr

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