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Wedel-Schulauer Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:47 Uhr

CDU rüstet sich für Wahl-Marathon

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hauptversammlung Vorstand im Amt bestätigt / Ortschef Schernikau schwört Partei auf verstärktes Engagement ein

Landtag, Bundestag, Kommunalparlamente – drei Wahlen innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre: „Das ist ein erheblicher Kraftakt, da brauchen wir jede Mithilfe“, so Michael Schernikau, alter und neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Wedel. Der 46-Jährige nutzte die Jahreshauptversammlung, um seinen Parteifreude mehrfach an die anstehenden Herausforderungen zu erinnern und auf verstärktes Engagement einzuschwören.

Das Ganze auch und gerade angesichts der Entwicklungen auf europäischer wie internationaler Bühne. Rechtspopulismus, etwa in Österreich, Frankreich und den Niederlanden, Showwahlkämpfe in Amerika: Schernikau warnte vor Gefahren der Auswirkungen solche Strömungen und Tendenzen auf nationale und lokale Ebenen. „Wir müssen die Zeichen erkennen, uns auf allen Ebenen mit solchen Kräften auseinandersetzen“, so Schernikau. Jeder solle in seinem Bekanntenkreis für Unterstützung werben, um stabile Verhältnisse zu erhalten, sagte der Parteivorsitzende.


Hoffen auf Mitgliederzuwachs


Schernikau wollte dies auch als konkrete Aufforderung zur Mitgliederakquise verstanden wissen. Eine Notwendigkeit, die Schatzmeister Klaus Schröder unterstrich. Zwar ist die Mitgliederzahl bei vier Abgängen – drei durch Todesfälle, einer durch Umzug – nahezu stabil bei 90. „Es wäre aber schön, wenn wir wieder mehr werden würden“, so Schernikau, der gerade angesichts der anstehende Aufgaben an die Notwendigkeit von politischer Arbeit und Meinungsbildung erinnerte.

Konkret den Landtag hatte Michael von Abercron im Auge. Zwar konnte Schernikau den Elmshorner als frisch gekürten Bundestagskandidaten vorstellen. Abercron blickte jedoch vor allem auf Kiel und die dort regierende „Gruseltruppe“. Bei Infrastrukturprojekten „eine Katastrophe nach er anderen“, Krippengeld als „Wahlgeschenk“, von der Küsten-Koalition kassierte Reformen der Anliegerbeiträge im Straßenbau: „Wir müssen alles dafür tun, um wieder an die Regierung zu kommen“, so von Abercron.

Auch im Stadtparlament ist die CDU zwar stärkste Kraft, aber vielfach allein mit ihrer Meinung, so Fraktionsvorsitzender Michael Kissig. Die Crux: „Wir brauchen andere Parteien. Die FDP reicht nicht, und Links und Grüne spielen nicht immer so gern mit uns.“ Seit der jüngsten Kommunalwahl herrsche keine besonders vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen. Viele Projekte stagnierten – demotivierend für Ehrenamtler, die mit Herzblut politische Arbeit leisten, so Kissig. Er hoffe, dass man nach der jüngsten Klausurtagung in Neumünster, auf der auch dieser Punkt thematisiert wurde, jetzt zu einem besseren Umgang mit lösungsorientierter Arbeit und endlich zu Ergebnissen komme – „auch wenn sich die CDU nicht immer zu 100 Prozent dabei wiederfindet“. Kissig erinnerte auch daran, dass Wedels Christdemokraten in den vergangenen zwei Jahren den Haushalt abgelehnt haben – „weil die politischen Entscheidungen, die sich darin abgebildet haben, so schlecht waren, dass wir ihn nicht mittragen konnten.“

Stichwort anstehender Kraftakt: Neben den Wiedergewählten Schernikau, seinen Stellvertretern Stephan Schwartz und Heidi Garling, Schatzmeister Schröder sowie Beisitzer Julian Fresch wurde mit Ursula Lauenstein und Jan Lüchau als weitere Beisitzer der Vorstand verstärkt.

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