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Wedel-Schulauer Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Wedel : Businesspark-Plan: Parkplatz Fehlanzeige

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Dutzende Autofahrer nutzen regelmäßig die Stellflächen direkt am Elbhochufer und dem Wanderweg Richtung Hamburg. Mit Realisierung des Gewerbegebiets werden sie verschwinden.

Wedel | Vergangener Sonntag, 11 Uhr: Nahezu im Minutentakt rollen Autos über den Grenzweg zum Parkplatz an der Businesspark-Baustelle. Der Elbhochufer-Parkplatz an der Grenze zu Hamburg direkt am Elbewanderweg: Ein Magnet für Spaziergänger, Sportler, Wohnmobilisten, die stundenweise ihr Freiluft-Wohnzimmer an die Elbe verlegt haben, Menschen, die einfach mal vom Auto aus aufs Wasser schauen wollen. Ein Blick in die Pläne für den Businesspark verrät: Damit ist bald Schluss.

Die Erschließungsstraße Elbring verläuft ein Stück parallel zum Fluss, bevor sie wieder Richtung Norden führt. Südlich schließen sich direkt Grünflächen, Fuß- und Radweg sowie der Hang an. Ansonsten ist die Straße in Form einer stilisierten Acht umgeben von Gewerbeflächen. Einen Parkplatz sucht man vergebens in den aktuellen Illustrationen zu dem neuen Gewerbegebiet. Vom Hafen, der ursprünglich die Elbe für jedermann, auch den Autofahrer, erlebbar machen sollte, hat sich die Stadt verabschiedet – aus Kostengründen.

Fahrzeuge sollen Blick auf Elbe nicht verstellen

Tatsächlich bestätigt Businesspark-Projektleiter Jörg Amelung auf Tageblatt-Nachfrage: Der Elbe-Parkplatz wird überplant, soll künftig Grünfläche sein. Ein Ersatz ist nicht vorgesehen. Im Gegenteil soll der südliche Teil der Erschließungsstraße in eine Art Elbe-Terrasse übergehen, von der Autos und Wohnmobile bewusst ferngehalten werden, um den Blick nicht zu verstellen.

Ist also privater Autoverkehr zwecks Naherholung gar kein Thema mehr im Businesspark? Doch, sagt Amelung. Im öffentlichen Raum seien genügend Stellplätze für Pkw vorhanden. Etwa in den Nord-Süd-Abschnitten des breit gestalteten Elbrings am Straßenrand. Insbesondere an mutmaßlich viel frequentierten Wochenenden, weil die Unternehmen dort in der Regel keine Betriebszeiten hätten. Auch von Parkhäusern im Inneren der Erschließungsstraße, die zuletzt aufgrund der Frage nach Betrieb und Finanzierung skeptisch gesehen wurden, habe man sich noch nicht verabschiedet, so Amelung.

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erstellt am 30.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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