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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 09:11 Uhr

„Dawadochmawas“ : Beim Konzert gab es viel zu lachen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Band feiert 20. Geburtstag.

So voll erlebt man das „Op de Deel“ selten. Sitzplätze waren längst ausverkauft. Wer noch spontan dazukam, stand eben kuschelig eng an der Theke. Für beste Stimmung sorgten vier Musiker: Dietrich Neumann, Päule Schlottmann, Horst Warncke und Jens Wilke. Sie hatten allen Grund zum Feiern: Seit 20 Jahren musizieren sie gemeinsam, Kultband mit dem verrückten Namen „DaWaDochMaWas“. Und vor fünf Jahren haben sie mit ihrem ersten Hetlinger Auftritt die Konzerttradition von „Op de Deel“ begründet. Mehr als 70 Gäste waren beim doppelten Jubiläum mit von der Partie.

Wirt Gyuner Muharem wirkte angesichts der Menge zwar etwas gestresst, aber ohne Grund: Er hatte hinter dem Tresen und in der Küche genügend Helfer mobilisiert, um den Andrang souverän zu bewältigen. Die vielen kleinen Merkzettel an seinem Arbeitsplatz sahen aus wie ein klug gelöstes Puzzlespiel, und so bekam nach und nach jeder, was er bestellt hatte.

Carolin Zeyher-Hauschild und Nicole Boos zum Beispiel. Sie teilten sich einen Teller voller Pommes und fanden das dermaßen lustig, dass sie aus dem Lachen gar nicht mehr herauskamen. Die beiden sind allerdings auch Lachspezialisten. In Elmshorn haben sie mit ihren Lach-Yoga-Kursen in der Volkshochschule, im Awo- Stadtteil-Treffpunkt Klostersande und anderswo schon eine lachende Jüngerschar um sich gesammelt.

Aus anfangs zwölf Titeln wurden 150 Nummern

Es gab weitere Gründe, um sich vor Lachen zu schütteln. Viele davon lieferte Päule, wenn er nicht gerade Gitarre spielte. Dann nämlich plauderte er gern aus dem Nähkästchen. Einmal ging es um Neumanns Bass. Kollege Wilke soll versucht haben, wie ein Rockstar darauf zu tanzen. Es muss aber ein früherer Bass gewesen sein, denn der, den Neumann an diesem Abend bei sich hatte, zeigte keine Missbrauchsspuren.

Fun-Rock nennen die vier Musiker ihr Repertoire, respektlos-spaßige Interpretationen jüngerer Hits und alter Schlager. Folk und Pop ist dabei, gespielt mit akustischen Instrumenten – Kontrabass, Gitarren, und Mandoline und Kazoo – ohne elektronische Verfremdung. Dazu wurde stimmgewaltig (und mit Mikrofon) gesungen, vielfach mehrstimmig. Das Publikum durfte in die Melodien einfallen und ließ sich nicht zweimal bitten.

150 Nummern haben die vier Musiker inzwischen drauf. Mit zwölf Songs haben sie einmal angefangen – als Straßenmusiker. Ihren ersten Auftritt hatten sie in Koblenz. Mehr konnte Päule nicht erzählen, denn Nebenmann Wilke riss ihm rabiat das Mikrofon aus der Hand. Er musste sich nämlich dringend ein Bier bestellen. So leicht ging das bei den Zuhörern nicht. Die warteten geduldig, bis der Wirt mal wieder durch die Reihen flitzte. Spaß dabei hatten alle.

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