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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2016 | 15:02 Uhr

Asylbewerber erkunden Klärwerk

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Integration Flüchtlinge lernen, wie in ihrer neuen Heimat die Abwasserreinigung funktioniert / Aktivregion fördert VHS-Projekt

„Sprache erleben – Region erkunden“: Im Rahmen dieses Projekts der Volkshochschule (VHS) Wedel besuchten 25 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak das Klärwerk Hetlingen. Das von der Aktivregion Pinneberger Marsch und Geest geförderte Programm soll den Asylsuchenden helfen, sich mit ihrer neuen Wahlheimat zu identifizieren. Der AZV Südholstein als Betreiber des Klärwerks ist dabei ein wichtiger Kooperationspartner.

Ein paar Reden mussten sich die Gäste anhören. Christine Mesek vom AZV-Vorstand begrüßte die Besucher. Cornelia Mayer-Schwab von der VHS Wedel stellte den Wert des Ausflugs für die Integration heraus. Glücklicherweise hatte der AZV mit Hisham Amer einen Mitarbeiter, der des Arabischen mächtig ist und so als Übersetzer fungieren durfte.

Amer war es denn auch, der gemeinsam mit seiner Kollegin Ute Hagmaier eine fundierte Präsentation des Klärwerks lieferte. Der Film „Dem Abwasser auf der Spur“ rundete das Bild ab.

Die anschließende Frühstückspause gab den Teilnehmern Muße, sich in Gesprächen mit dem Gesehenen und Gehörten auseinanderzusetzen. Später gab es unter Führung von Hagmeier und Amer noch einen Rundgang über das Gelände.


Unterrichtsprinzip: Anschauung vor Ort


„Anschaulichkeit ist ein wesentliches Prinzip der Unterrichtsgestaltung“, erläuterte Mayer-Schwab die Projektwoche der VHS in der Ferienzeit. „Wir legen auch allgemein Wert darauf, Bewohnern der Region zu vermitteln, warum eine funktionierende Abwasserreinigung wichtig ist“, fügte Mesek für den AZV hinzu.

Vor dem Besuch in Hetlingen hatten sich die Projekt-Teilnehmer bereits bei der Gab in Tornesch-Ahrenlohe mit dem Thema Abfallwirtschaft auseinandergesetzt. „Sie wissen nun, dass zum Beispiel Feuchttücher, Farbreste und Lösemittel nicht in die Toilette gehören“, kommentierte AZV-Mitarbeiter Amer. Natürlich wurden ihnen die Regeln auch schriftlich in die Hand gedrückt.

Die Besucher belohnten die Mühe der Referenten und Betreuer mit höflichem Beifall. Nur ein elfjähriger Junge ließ sich nicht davon abbringen, dass ihn das alles ganz und gar nicht interessiere.

Vielleicht hatte er mehr Spaß an anderen Aspekten der Woche. Dazu gehörten Ausflüge zu den Holmer Sandbergen, zum Elbmarschenhaus und zur Wedeler Au. An einem weiteren Tag durften die Teilnehmer auf dem Gelände eines Obsthofes Äpfel ernten. „Inzwischen haben wir daraus unsere eigene Marmelade gekocht“, ergänzte Projektleiterin Angela Mroch. „Sehr lecker“, beurteilte sie das Resultat.  

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