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Wedel-Schulauer Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:38 Uhr

Gebundener Ganztag : ASS feiert Beginn einer neuen Ära

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

In einer Feierstunde wird Silke Binger als Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule offiziell begrüßt.

Wedel | Vorsichtig optimistisch, zugleich auch etwas skeptisch? So wollte der Schulrat an diesem wolkenlosen Spätsommertag nicht in die Zukunft der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) blicken. Dirk Janssen war in die einzige gebundene Ganztagsgrundschule der Rolandstadt gekommen, um Silke Binger als neue Schulleiterin offiziell in ihr Amt einzuführen. Eine frustrierend lange Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin für Mechtild Akgün war endlich erfolgreich zu Ende gegangen. Da sollte nichts die Zuversicht trüben, dass jetzt gute Zeiten anbrechen.

Eine schlichte Feierstunde in der Mensa markierte den Start in die neue Ära. „Die Schule hat wieder eine Kommandantin“, frohlockte Bürgermeister Niels Schmidt und schränkte zugleich ein, dass damit nicht alle Sorgen verschwinden. Denn die Schule sei ein Teil der Stadt, trage deshalb zwangsläufig mit an allen Problemen der Kommune, Geldknappheit inklusive. Aber, so versicherte der Rathauschef: „Sie haben einen guten und verlässlichen Schulträger“, eben die Stadt Wedel.

Ausführlicher ging der Schulrat auf die aufgetürmten Schwierigkeiten der Vergangenheit ein. Er zitierte seine eigene Rede, die er im Mai 2015 bei Akgüns Verabschiedung gehalten hatte: Was die Schule jetzt brauche, sei Zeit zum Durchatmen, eine Zeit der Entschleunigung. Genau wie damals heimste er damit auch jetzt wieder spontanen Applaus ein. Aber wird es diesmal funktionieren? Die Erfahrungen aus den Fehlschlägen der Vergangenheit für eine bessere Zukunft einzusetzen, das empfahl er als Erfolgsrezept.

Das gebundene Ganztageskonzept werde dem Kollegium auch weiterhin enorm viel abverlangen. Daran ließ Janssen keinen Zweifel. Er erwähnte die aufwendige Zusammenarbeit mit zahllosen Kooperationspartnern, um die garantierten Unterrichtsstunden erbringen zu können. Er ging zudem auf die ausgeprägten Leistungsunterschiede der Kinder aus unterschiedlichsten Herkunftsländern ein, die hier gemeinsam unterrichtet werden. Und Janssen orakelte: „Sie werden auch in Zukunft Fehler machen. Seien Sie dann nicht zu hart gegen sich selbst.“

Was ihn bei aller realistischen Betrachtungsweise optimistisch stimme, sei die Persönlichkeit der neuen Schulchefin, ihre Kunst, mit Menschen umzugehen und sie motivierend zu führen. Nicht zuletzt auch ihre solide Erfahrung als Schulleiterin, die sie aus Quickborn mitbringe. Dazu komme ihre uneingeschränkte Bejahung des gebundenen Ganztagskonzepts, das sie überhaupt erst bewogen habe, sich um die Wedeler Stelle zu bewerben.

Silke Binger wollte all dem nicht viel hinzufügen. Sie dankte allen, die sie „an dieser wunderbaren Schule“ bereits kennengelernt habe. Noch sei sie dabei, die vielen Teile des Puzzles zusammenzuführen, gestand sie, aber gerade die vielen Herausforderungen seien das Verlockende. Sie wollte loslegen, das war ihr anzumerken. Aber erstmal wurde gefeiert.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 16:30 Uhr

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