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Wedel-Schulauer Tageblatt

09. Dezember 2016 | 04:54 Uhr

Elbmarschenhaus : Aquarelle und Acrylarbeiten: Die bunte Ruhe des Spätsommers

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Halstenbeker Künstlerin Margret Hempel zeigt bis zum 28. August Aquarelle und Acrylarbeiten.

Wedel | Die neue Ausstellung im Haseldorfer Elbmarschenhaus redet nicht drumrum. Sie bezeichnet in ihrem Titel einfach das, was der Betrachter zwangsläufig tut, wenn er die Bilder von Margret Hempel auf sich wirken lässt: „Eintauchen in die Ruhe des Spätsommers“. Weit aufgerissene Blütenköpfe in einem üppigen Strauß gebündelt, eine Kopfweide, schief im Stamm, die ihre neuen Triebe ausgefahren hat, der Wittenberger Leuchtturm in einem Licht, das den Herbst ankündigt: 18 Arbeiten hat die Halstenbeker Künstlerin im Sonderausstellungsraum zusammengetragen. Aquarelle und Acrylbilder, die Themen aus der Marsch einfangen. Viele Motive seien in der näheren Umgebung des Elbmarschenhauses zu lokalisieren, erzählt die Künstlerin begeistert.

Die Arbeiten von Margret Hempel sind im Haseldorfer Elbmarschenhaus, Hauptstraße 26, bis Sonntag, 28. August, zu sehen. Das Haus ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Hempel ist in Pinneberg geboren und aufgewachsen, aber in Uetersen zur Schule gegangen. Im Ludwig-Meyn-Gymnasium (LMG) weckte der Maler Hubertus Lehner ihr brennendes Interesse an Malerei. Vor der Verwirklichung als aktive Künstlerin stand allerdings noch ein ganzes Erwachsenenleben mit einer Ausbildung bei der Post, Heirat, der Geburt zweier Kinder und dem Betrieb einer eigenen Konditorei in Hamburg. Erst Ende der 1980er Jahre dachte die Mutter und Geschäftsfrau an sich selbst, nahm Malunterricht bei Heike Heidorn und besuchte Intensivkurse bei der Quickborner Malerin Karin Dreyer. Seit den frühen 1990ern stellt die Halstenbekerin in der Region aus.

Eigentlich sei ihr das kuratieren und hängen der Arbeiten mittlerweile zu anstrengend, bekennt Hempel offen. Ihre Tochter habe sie jedoch bedrängt, noch einmal auszustellen. Der Raum im Elbmarschenhaus bot sich ideal für ihre Kunst an. Zudem hatte Hempel Glück. „Bis Ende 2017 ist eigentlich alles schon belegt“, erklärt Elbmarschenhaus-Leiterin Edelgard Heim. Doch eine Nabu-Sonderschau musste ausfallen. Hempel konnte einspringen – und hat es so nicht nur motivisch sehr passend getroffen, sondern ganz nebenbei auch jahreszeitlich eine geeignete Übereinstimmung mit dem Dargestellten erreicht.

Leiterin Heim ist begeistert von den Arbeiten: Die kräftigen Farben und die Üppigkeit in den Bildern vermittelten einerseits die satte Fülle des Spätsommers, zeigten aber auch bereits die Überschreitung des Höhepunkts, erklärt sie. „Wenn die Natur so richtig zugelegt hat, kommt auch schon der Herbst.“ Verschwenderisches Aufblühen und leises Vergehen: „Gerade die Verbindung von diesen beiden Aspekten ist charakteristisch für die Bilder.“ Dass Heim darüber hinaus meint, in einem der Werke das Haseldorfer Elbmarschenhaus zu erkennen, stimmt sie besonders froh.

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erstellt am 29.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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