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Wedel-Schulauer Tageblatt

09. Dezember 2016 | 14:36 Uhr

Theaterwerkstatt Holm : Anarchie am Hochzeitsmorgen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Temporeich und voller Wortwitz - die Theaterwerkstatt Holm hat sich in diesem Jahr wieder eine britische Komödie vorgenommen.

Holm | Ein Schwiegervater in spe, der im Stundenhotel festsitzt, ein Brautkleid, das aus den Nähten zu platzen droht, und ein Brautvater, der halluziniert: Der Wahnsinn bricht im Hause Westerby aus – „Und das am Hochzeitsmorgen“. Die Theaterwerkstatt Holm nimmt sich im 33. Jahr ihres Bestehens wieder eine Komödie vor.

Nach Krimis und „gern auch mal ernsten Stücken“, die übrigens gut angenommen würden, wie Leiterin Gaby Lipp erzählt, setzt das Ensemble des Kulturvereins mit dem neuen Stück bereits zum zweiten Mal auf das britische Autorentalent Ray Cooney. Schon dessen „Funny Money“ heizte den Zuschauen vor und den Mimen auf der Bühne ordentlich ein. Cooneys neuestes Komödienchaos, das er mit viel Wortwitz, grotesker Situationskomik und geschliffenen Dialogen zusammen mit Co-Autor John Chapman für die Theaterbühne entwarf, setzt dem noch einen drauf. „Wir haben schon beim Lesen Tränen gelacht“, berichtet Souffleuse Brigitte Zacharias. Und das sei nicht üblich, bekräftigen die anderen Ensemblemitglieder.

Premiere ist am Sonnabend, 24. September. Dafür gibt es noch Restkarten, weiß Lipp. Die Besucher können sich aber auch unter sieben weiteren Aufführungen an den drei folgenden Wochenenden einen Termin aussuchen.

Was ist denn diesmal die größte Herausforderung bei der Umsetzung für die Truppe? „Das Tempo“, platzt es sofort aus Lipp heraus. „Das muss schnell gespielt werden und trotzdem müssen wir drauf achten, dass es nicht klamottig wird.“ Der Witz müsse durch die Dialoge entstehen, die Spieler dürften nicht selbst komisch sein.

Gaby Lipp inszeniert und spielt selbst mit

Lipp inszeniert und steht auch auf der Bühne. „Das ist manchmal ein bisschen schwierig, aber das kriegen wir hin“, kommentiert sie entschieden ihre Doppelrolle. Der Text der Briten erweist sich bei der Erarbeitung als echte Fundgrube, erzählen die Darsteller begeistert. „Bei der Probe entdecken wir immer wieder neue Sachen“, berichtet Florian Isachsen. Der Schauspieler übernimmt innerhalb der Gruppe die Vorauswahl der Stücke. Entschieden wird dann gemeinsam. Oftmals entfalten die Sätze ihren Witz erst, wenn das Spiel hinzukommt, beschreibt er den Probenprozess. Einen Knalleffekt hält die Auflösung der Verwicklungen nicht bereit. „Der Bogen ist wichtiger“, sagt Souffleuse Zacharias. Dennoch gibt es zum Schluss eine Überraschung. Regisseurin Lipp bringt den Spielansatz der Holmer auf den Punkt: „Wir versuchen, möglichst normal, verzweifelte Menschen zu spielen, und die Figuren in ihrer Verzweiflung ernst zu nehmen.“ Trockener britischer Humor eben. 

Ray Cooney und John Chapman „Und das am Hochzeitsmorgen“: Premiere ist am Sonnabend, 24. September, 20 Uhr. Weitere Aufführungen: Sonntag, 25. September, 16 Uhr, Sonnabend, 8. Oktober, 20 Uhr, Sonntag, 9. Oktober, 16 Uhr, Sonnabend, 5. November, 20 Uhr, Sonntag, 6. November, 16 Uhr, Freitag, 11. November, 20 Uhr und Sonnabend, 12. November, 20 Uhr. Karten kosten zwölf (Premiere), sonst zehn Euro. Sie sind in Holm  im Weinhaus Alte Schmiede, Hauptstraße 18, und in Wedel im Druckladen Jürgens, Feldstraße 17, zu bekommen.
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erstellt am 07.Sep.2016 | 17:00 Uhr

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