zur Navigation springen

Wedel-Schulauer Tageblatt

05. Dezember 2016 | 17:40 Uhr

Nachverdichtung in Wedel : 84 neue Wohnungen sollen in Schulau entsehen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wertgrund Immobilien plant den Dachgeschossausbau und neue Mehrfamilienhäuser in der Anlage Am Rain.

Wedel | Sanierung, Aufstockung, Nachverdichtung: Es sind schon so einige Pläne für die Wohnanlage im Dreieck zwischen Tinsdaler Weg, Galgenberg und Am Rain in der jüngeren Vergangenheit vorgestellt wurden. Umgesetzt wurde keiner. Das soll sich ändern, sagt die Wertgrund Immobilien AG. Wie berichtet hat das Unternehmen die neun Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 100 Wohnungen Anfang 2016 gekauft mit dem Ziel zu sanieren und zusätzlichen Wohnraum auf dem Grundstück zu schaffen. Jetzt liegen erste Pläne vor. Gesamtinvestitionsvolumen: 14,6 Millionen Euro.

Wichtige Botschaft für die Mieter: Von der Aufstockungs-Idee hat sich die Wertgrund verabschiedet. Eine solche Maßnahme sei nicht im bewohnten Zustand umsetzbar beziehungsweise für die Bewohner nicht zumutbar, heißt es von Seiten des Unternehmens. Das Alternativ-Konzept, um den Raum im Satteldach-Bereich der Riegel besser zu nutzen, sieht einen Dachgeschoss-Ausbau vor. 20 zusätzliche Wohnungen mit durchschnittlich 37 Quadratmetern sollen so entstehen.

Weitere 64 Wohneinheiten mit 66 Quadratmetern durchschnittlicher Wohnfläche sind in Neubauten auf dem Areal geplant. Wertgrund betont, dass die zusätzlichen Riegel vornehmlich in Randlage entstehen sollen, um die besondere Qualität der grünen Mitte der Anlage zu erhalten.

Eben dieser Innenbereich ist es auch, der die Wertgrund bewogen hat, das Konzept für den Bau einer Tiefgarage zu begraben. Bauarbeiten und Anlage würden die grüne Mitte zerstören, so die Erkenntnis der Architekten.

Parkplätze auf dem Grundstück

Stattdessen soll die beabsichtigte Erweiterung der Parkplätze von jetzt 39 auf 154 auf dem Grundstück selbst realisiert werden. Sie wollen den gesamten Straßenbereich des Areals flankieren. Ein Thema, das in der Politik zunächst auf wenig Gegenliebe stieß.

Auf die obligatorische Nachfrage aus den Fraktionen auf die Auswirkungen auf die Mieten hieß es seitens Wertgrund: Ja, sie werden durch die Modernisierungsumlage steigen – im gesetzlichen Rahmen. Bei 40 Prozent Einsparung des Primärenergiebedarfs durch die geplante energetische Sanierung bleibt laut dem Unternehmen eine Mehrbelastung von 0,69 bis 1,09 Euro pro Quadratmeter für die Bewohner. Die aktuellen Mieten im Bestand gibt Wertgrund mit 3,25 bis 8,30 Euro pro Quadratmeter an.

Was die Umsetzung der Sanierung angeht: Die Architekten setzen aus Erfahrung mit vergleichbaren Objekten zehn Tage pro Wohnung an. In der Zeit wird den Mietern eine Ausweichwohnung angeboten, die sie zusätzlich zur eigenen nutzen können, wenn die Arbeiten beispielsweise das Bad lahmlegen.

Auch mit der in Wedel geltenden 30-Prozent-Klausel bei der Schaffung von öffentlich gefördertem Wohnraum hat sich Wertgrund bereits auseinander gesetzt: „Die Größenordnung schockt uns nicht“, sagten Unternehmensvertreter jüngst im Planungsausschuss. Bleibe allerdings noch die Frage, ob die Sozialwohnungen im Bestand oder im Neubau realisiert werden sollten. Im September wollen die Investoren nähere Details zur Planung vorstellen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 28.Jul.2016 | 13:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen