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Quecksilberemissionen in Wedel : 2014 waren es nur noch 27,5 Kilo

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Insgesamt stieß das Kraftwerk der Firma Vattenfall 2014 27,5 Kilogramm des giftigen Schwermetalls aus.

Wedel | Die Quecksilber-Emissionen des Kraftwerks Wedel sind 2014 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Dies teilte Martin Schmidt, Pressesprecher des Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, shz.de auf Nachfrage mit. Insgesamt stieß das Kraftwerk der Firma Vattenfall 2014 27,5 Kilogramm des giftigen Schwermetalls aus. 2012 waren es noch 82 Kilo, 2013 wurden 62,3 Kilo im Jahr gemessen.

Schmidt führt die sinkenden Werte auf neue Filtertechniken im Kraftwerk zurück. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Emissionen 2015 zugenommen hätten. Die letzten Messergebnisse aus diesem Jahr liegen bei einem Ausstoß von 0,015 Milligramm pro Kubikmeter Emissionen. Gesetzlich erlaubt sind 0,03 Milligramm.

Nach Aussage des Landesamts werden die Emissionswerte einmal im Jahr gemessen. Dabei wird der Schadstoffgehalt der Kohle vor der Verbrennung gemessen. Anschließend messen Gutachter die Zusammensetzung der Rückstände im Filter. Was übrigbleibt, wurde vom Kraftwerk in die Luft geblasen.

Nachdem eine Studie über den hohen Quecksilberausstoß deutscher Kohlekraftwerke für Unruhe gesorgt hatte, forderte die Bürgeriniative der Kraftwerksgegner in Wedel und Rissen mehr Transparenz. Die BI verwies auf das Kraftwerk Moorburg, das täglich aktuelle Messwerte ins Netz stelle. Landesamtssprecher Schmidt erklärt, dass die moderne Messtechnik in Moorburg ein Sonderfall sei und nicht in Wedel umgesetzt werden könne. „Wir stehen aber jederzeit für Nachfragen zu den Emissionen zur Verfügung“, so Schmidt.

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erstellt am 08.Jan.2016 | 18:54 Uhr

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