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Lokales

04. Dezember 2016 | 09:19 Uhr

Wieder freie Fahrt in der Marsch : Verein Tourismus in Marsch und Geest feierte Eröffnung der Drehbrücke mit Familienprogramm

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Hunderte von Gästen aus der Umgebung nahmen die Einladung von Vereinsvorsitzendem Norbert Jaedicke und Hauptorganisatorin Hannelore Kops zum Brückenfest an.

Moorrege/Neuendeich | Mit Pauken und Trompeten und einem Programm für Familien haben Mitglieder des Vereins Tourismus in Marsch und Geest (TiMG) die Wiedereröffnung der Drehbrücke Klevendeich gefeiert. Hunderte von Gästen aus der Umgebung nahmen die Einladung von Vereinsvorsitzendem Norbert Jaedicke und Hauptorganisatorin Hannelore Kops zum Brückenfest an und vergnügten sich gestern bei Kaiserwetter auf dem Gelände an der Brücke und auf dem Hof der benachbarten Neuendeicher Fahrradscheune.

Die Menschen feierten, dass sie endlich wieder freie Fahrt haben. Die Bauarbeiten an der Pinnauquerung zwischen Neuendeich und dem Moorreger Ortsteil Klevendeich waren am Freitag nach dreieinhalb Monaten abgeschlossen worden. Komplikationen mit dem nicht schweißbaren Stahl hatten zu einer Verlängerung der Sperrung von drei Wochen geführt. Jetzt steht die historische Brücke Autofahrern, Radlern und Fußgängern wieder zur Verfügung.

„Wir sind total glücklich, dass unsere Brücke wieder offen ist“, sagte die Neuendeicherin Kerstin Samter. Nicht nur sie war von dem zehn Kilometer langen, staubelasteten Umweg über Uetersen extrem genervt. Entsprechend gut war die Stimmung auf dem Brückenfest. Auch Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg und Neuendeichs Bürgermeister Reinhard Pliquet feierten mit.

Thorsten Rockel, Kapellmeister des Musikzuges der Feuerwehr Seestermühe, gab den Takt vor: Er ließ vom Militärmarsch „Anker gelichtet“ bis zu den Hits von Elvis alles spielen, was für gute Laune sorgt. Für viele war das Ständchen der perfekte Start in einen entspannten und fröhlichen Tag. Es folgte ein charmanter und vielbeklatschter Auftritt der Kindergruppen der Trachtentanzgruppe Pinnau-Elbmarschen. Wer Lust hatte, konnte Treckerfahrten durch die Marsch unternehmen und sich Fischbrötchen und Kaffee und Kuchen schmecken lassen. In der Fahrradscheune informierte eine Ausstellung über die Geschichte der Drehbrücke, die die Haseldorfer und die Seestermüher Marsch seit 1887 verbindet.

Seit dem 15. Februar war die Brücke Klevendeich gesperrt. Die Arbeiten an der ältesten funktionsfähigen Drehbrücke Deutschlands waren notwendig, weil die Konstruktion aus genietetem Stahl rostete. 820.000 Euro stellte das Land für die Instandsetzung bereit. Claus Reese vom zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr hofft, dass die Brücke mit der jetzigen Maßnahme für die nächsten 15 Jahre in einem funktionstüchtigen Zustand bleibt.

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erstellt am 06.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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