zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:25 Uhr

Wolken verdeckten Sternschnuppen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Perseidenbeobachtung Mitglieder des Vereins Regionale Volks- und Schulsternwarte suchten den Nachthimmel ab

Auch in diesem Jahr meinte es Petrus nicht gut mit dem Verein Regionale Volks- und Schulsternwarte Tornesch. Eine dicke Wolkendecke erschwerte die Perseidenbeobachtung in der Nacht von Sonnabend, 13. August, auf Sonntag, 14. August. Aufgrund der gelegentlichen Schauer traf man sich daher wie schon 2015 statt am Flugplatz Ahrenlohe auf dem Gelände der Baumschule Sander. Nur wenige Sternschnuppen konnten die 30 Astronomiebegeisterten beobachten. Dabei waren die Voraussetzungen günstig.

Sternschnuppen entstehen, wenn Partikel im Weltall in die Erdatmosphäre eintreten. Durch die Reibungshitze verglühen sie, wodurch eine Leuchtspur erzeugt wird. „Fast in jeder klaren Nacht lassen sich Sternschnuppen beobachten“, erläuterte Bodo Hübner, Erster Vorsitzender des Vereins Regionale Volks- und Schulsternwarte Tornesch. Doch zu bestimmten Zeiten im Jahr würden sie sich häufen. Der bekannteste Sternschnuppenstrom sind die Perseiden. Dabei handelt es sich um Staubkörnchen, die der Komet Swift-Turtle beim Umrunden der Sonne hinterlässt. Diese Staubspur durchquert die Erde dann jedes Jahr im August. Da der Komet die Sonne nie exakt so umrundet, wie er es schon mal getan hat, ist auch der Partikelstrom jedes Mal ein anderer. In diesem Jahr zog der Jupiter durch seine Gravitationskraft die Staubspur von Swift-Turtle besonders dicht an die Erde heran. Deshalb wurde mit einem ungewöhnlich intensiven Perseidenstrom mit bis zu 160 Sternschnuppen pro Stunde gerechnet.

Die Erwartungshaltung bei den Vereinsmitgliedern war also hoch. Bedauerlicherweise brach die Wolkendecke immer nur für kurze Zeit auf. Lediglich drei Sternschnuppen zählten die Teilnehmer, bis sie schließlich um Mitternacht nach Hause gingen. Dennoch ist der Verein zufrieden: „Wir hatten ein schönes Sommerfest mit Freunden und Interessierten“, so Hübner.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen