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Uetersener Nachrichten

06. Dezember 2016 | 13:12 Uhr

Unter den Linden : Wohnraum auf historischem Boden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Thomas Koopmann hat die Gaststätte an der Kreuzstraße ersteigert. Wohnungen sollen entstehen.

Uetersen | 1823 wurde die Uetersener Grönlandkompanie gegründet, die, wie mehrere andere Städte an der Unterelbe und den schiffbaren Nebenflüssen, Walfang betrieb. Fast 40 Jahre lang wurde das Eismeer durchschifft − und wenn sich Erfolg einstellte, wurde dieser „begossen“. „Unter den Linden“ in Uetersens Altstadt bot sich dafür an. Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut herrschte in der Gaststätte an der Kreuzstraße reges Treiben. Die ausgelassene Fröhlichkeit der Gäste ist nun schon lange verstummt, zuletzt fristete das Lokal ein kümmerliches Dasein. Das Gebäude war von einer Insolvenz betroffen und ist nun zwangsversteigert worden. Den Zuschlag hat der Uetersener Kaufmann Thomas Koopmann erhalten, nach dessen Plänen das „Unter den Linden“ nun in Wohnraum umgewandelt werden soll.

Koopmann − vom gleichnamigen Küchenstudio schräg gegenüber des ehemaligen Lokals − hatte im Vorwege des Versteigerungstermins am Elmshorner Amtsgericht Pläne geschmiedet, wollte das Gebäude unbedingt erhalten und umnutzen. Hochwertiger Wohnraum sollte entstehen. Zugleich hatte sich der Küchenprofi über das gesamte Areal Gedanken gemacht. Oberstes Ziel dabei: Es sollte schick werden und so dem Charme der Altstadt entsprechen. Die ehemalige Sparkasse war bereits versteigert worden. Und auch dort soll nun Wohnraum entstehen.

Blick in die alte Gaststube: Hier soll am 31. Dezember eine Revival-Party stattfinden.
Blick in die alte Gaststube: Hier soll am 31. Dezember eine Revival-Party stattfinden. Foto: Klaus Plath
 

Koopmann erhielt zwar den Zuschlag. Allerdings war es nicht das erhoffte leichte Unterfangen: „Ich habe viel mehr bieten müssen, als ich ursprünglich vorhatte. Denn es galt, elf Mitbewerber zu überbieten. Es war eine wahre Schlacht“, erinnert sich der Uetersener.

Sei’s drum: Der Unternehmer kann und möchte seine Pläne jetzt verwirklichen. Dazu gehört auch der Abriss der „Schwarzbauten“ im rückwärtigen Bereich der Gaststätte. Auf der freigezogenen Fläche, so der Unternehmer gestern im UeNa-Gespräch, „soll ein Gebäude mit sechs Wohnungen entstehen“. Die frühere Gaststätte ist bereits entkernt worden. Stühle, Bänke und auch Tische gibt es jedoch noch. Das brachte Koopmann auf die Idee, für Silvester zu einer Revival-Party einzuladen. Urtypisch natürlich mit Astra-Bier − denn das wurde jahrelang dort gezapft. Lust auf die besondere Party? Thomas Koopmann nimmt Anmeldungen im Küchenstudio an der Kreuzstraße 2 entgegen.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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