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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 02:19 Uhr

Gespräche auf Kreisebene : Wird die Stadtbahn zwischen Uetersen und Tornesch reaktiviert?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zu der Idee gibt es unterschiedliche Bewertungen.

Uetersen | Es geht weiter beim Thema „Stadtbahn“. Der Betreiber der Bahnstrecke UetersenTornesch, die Norddeutsche Eisenbahngesellschaft Niebüll GmbH (neg), hat mit den Bürgermeistern der beiden Städte Gespräche über eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs gesprochen. Im Oktober wird das Thema im Verkehrsausschuss des Kreises Pinneberg diskutiert.

Im Juli hat neg-Geschäftsführer Ingo Dewald ein Gespräch mit Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen und Torneschs Bürgermeister Roland Krügel über die Machbarkeit einer Stadtbahn von Uetersen über Tornesch nach Pinneberg geführt. Daran teilgenommen hat auch Claudius Mozer von der „SVG Südwestholstein ÖPNV-Verwaltungsgemeinschaft der Kreise Dithmarschen, Pinneberg und Segeberg“, eine kreisübergreifende Managementorganisation des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Wie einer an die Mitglieder des Uetersener Bauausschuss gerichteten Vorlage zu entnehmen ist, ist die Idee einer Stadtbahn „von allen Teilnehmern grundsätzlich positiv aufgenommen worden“.

neg-Geschäftsführer Dewald äußerte gegenüber den UeNa: „Ich halte das Projekt für technisch machbar und auch für relativ kurzfristig realisierbar, die Strecke ist ja in Betrieb.“ Am 11. Oktober wird geklärt, wie der Kreis Pinneberg zu dem Thema steht, denn wie Dewald mitteilt, steht dann das Thema auf der Tagesordnung des Ausschusses für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr. Zur Sitzung geladen ist neben der neg auch der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (Nah.SH), zu dessen Aufgaben die Bestellung und Qualitätssicherung des Schienenpersonennahverkehrs sowie die Planung von Infrastruktur zur weiteren Erschließung des Bundeslandes gehören.

Dennis Fiedel, Pressesprecher von Nah.SH, sagte im UeNa-Gespräch, ein S-Bahn-Betrieb auf dieser Strecke werde teuer, da zusätzliche Fahrzeuge angeschafft werden müssten, die nur diesen Abschnitt bedienen. Zwar sei der Einsatz von 2-System-S-Bahn-Zügen, die sowohl mit Stromschienen als auch mit Oberleitung betrieben werden, theoretisch möglich. „Jedoch ist die Strecke Elmshorn – Hamburg bereits jetzt so dicht belegt, dass hier keine zusätzlichen Züge mehr fahren können“, sagt Fiedel. Auch sei ein Ausbau der Strecke Uetersen nach Pinneberg nötig. Aus seiner Sicht ist die Stadtbahn daher „wirtschaftlich schwer vorstellbar“.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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