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Uetersener Nachrichten

09. Dezember 2016 | 08:57 Uhr

Das Sonntagsgespräch : „Wir zeigen, wie die Uetersener früher lebten“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Sonntagsgespräch: Heute mit Gisela und Johann-Otto Plump vom Verein Historisches Uetersen.

Uetersen | Johann-Otto Plump (80) ist Vorsitzender des Vereins Historisches Uetersen, dessen Hauptaufgabe der Betrieb des Museums für Stadt- und Heimatgeschichte an der Parkstraße ist. Bei seiner Arbeit unterstützt ihn seine Frau Gisela (79). Im Sonntagsgespräch erklären sie unter anderem, was den besonderen Charme des Museums ausmacht.

Das Museum für Stadt- und Heimatgeschichte in Uetersen (Parkstraße 1c) wird vom 1977 gegründeten Verein Historisches Uetersen geführt. Die Mitglieder kümmern sich ehrenamtlich um den Ausbau, die Pflege und den Unterhalt des Museums und seiner Exponate. Die Einrichtung ist an jedem ersten und dritten Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Nähere Infos erteilt der Vorsitzende Johann-Otto Plump unter der Nummer 04122-2319.

Wie sieht die Arbeit des Vereins aus?
Johann-Otto Plump: „Wir kümmern uns um das, was im Museum anliegt. Dekoration, Reparaturen, Renovierungen, Platzierung neuer Exponate, Vorbereitung des Kuchenbüfetts, das serviert wird, wenn das Museum geöffnet ist - es gibt immer etwas zu tun. Alles wird ehrenamtlich erledigt.

Welche Bedeutung hat das Museum für die Stadt?
Gisela Plump: Die Besucher sind immer begeistert und erklären, dass wir auf keinen Fall schließen dürfen. Bei uns fühlt sich jeder wohl. Dass liegt nicht nur daran, dass es bei uns einiges zu sehen gibt. Das Museum ist auch ein beliebter Treffpunkt.

Was fehlt dem Museum?
Gisela Plump: Der Verein hat derzeit 100 Mitglieder. Finanziell kommen wir zum Glück ganz gut über die Runden. Wir benötigen aber dringend Nachwuchs. Es sind zu wenig Jüngere da, die mit anpacken. Dazu können wir immer neue Exponate gebrauchen. Wir freuen uns, wenn jemand etwas zur Verfügung stellt. Ein altes Kaffeeservice, Handarbeiten, Puppen, Fotos - vieles wäre für das Museum eine Bereicherung. Ich würde mir zudem wünschen, dass Schulen und Kindergärten noch mehr als bisher die Chance nutzen, das Museum zu besichtigen und etwas über ihre Heimat zu erfahren. Das ist für die Kinder unheimlich toll. Und wir haben an den Besuchen ebenfalls riesigen Spaß.

Wieso engagieren Sie sich für den Verein Historisches Uetersen?
Johann-Otto Plump: Wir lieben beide alte Dinge. Daran hängt unser Herz. Das sieht man auch an der Einrichtung in unserer Wohnung. Unser Haus ist ebenfalls schon mehr als 200 Jahre alt.

Was ist das Besondere am Verein und am Museum?
Gisela Plump: Vor allem Ältere kommen gerne zum Klönen hierher. So zeigen wir nicht nur, wie die Uetersener früher lebten, sondern betreiben zusätzlich Seniorenarbeit. Auch der Zusammenhalt innerhalb des Vereins ist sehr groß. Wir sind fast wie eine Familie. So unternehmen wir beispielsweise einmal im Jahr eine Ausfahrt.

Was ist aktuell geplant?
Gisela Plump: Eine Ausstellung soll zeigen, wie früher Weihnachten gefeiert wurde. So werden zum Beispiel historische Dekorationen zu sehen sein. Wir würden uns freuen, wenn noch jemand weihnachtliche Gegenstände besitzt, die er uns zur Verfügung stellt, gerne auch leihweise. Engel, alte Tannenbaumständer, Christbaumkugeln - wir können alles gebrauchen.
Johann-Otto Plump: Neu sind auch zahlreiche Ordner mit Fotos, die zeigen, wie Straßen und Gebäude in Uetersen früher aussahen. Teilweise gehören zu den Bildern Texte, die erläutern, was dort zu sehen ist.

Wie ist die Unterstützung der Stadt?
Johann-Otto Plump: Die Stadt stellt uns das Gebäude zur Verfügung und trägt die Nebenkosten. Eine weitere Förderung ist nicht möglich, weil Uetersen kein Geld hat. Selbst die Vereinsmitgliedschaft wurde deswegen beendet. So machen wir im Prinzip alles in Eigenleistung. Zum Glück ist der Zusammenhalt bei uns groß. Jeder bringt seine Fähigkeiten ein, damit alles funktioniert. Ohne diese Kameradschaft könnte Uetersen das Museum nicht mehr halten.

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erstellt am 30.Okt.2016 | 12:30 Uhr

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