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Uetersener Nachrichten

05. Dezember 2016 | 13:37 Uhr

Viel Applaus für die Kantorei

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Konzert350 Besucher genießen in der Klosterkirche Messen von Pärt und Mozart / Moderne Komposition kommt beim Publikum an

Etwa 350 Besucher lockte das jüngste Konzert in der Klosterkirche an. Aufgeführt wurden „Exsultate, jubilate“ und die „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart sowie die „Berliner Messe“ von Arvo Pärt. Neben dem Hamburger Barockorchester „Elbipolis“ waren die Uetersener Kantorei und mehrere Solisten zu hören.

„Etwa vom Jahr 1400 an habe viele Komponisten den Gottesdienst musikalisch vertont. Der Messtext ist ein uralter, traditioneller Text“, erklärte Konzertleiter Eberhard Kneifel im UeNa-Gespräch. So sind auch mehrere Parts der beiden Messen von Pärt und Mozart ähnlich: Beide starten mit dem Kyrie, der Bitte um Erbarmen. Es folgt das Gloria, der große Lobpreis Gottes. Pärt, der seine „Berliner Messe“ als Auftragsarbeit zum Deutschen Katholikentag 1990 angefertigt hat, fügt an dieser Stelle noch drei Pfingstteile ein. Beide Komponisten hängen das Credo an, das Glaubensbekenntnis. „Der Abendmahlsteil umfasst bei Mozarts 1779 entstandener Krönungsmesse das Sanctus und das Benedictus, bei Pärt ist er im Sanctus enthalten“, so Kneifel. Beide Stücke schließen mit dem Agnus Dei, dem Segen.

„Es ist sehr interessant, was sich bei fast gleichem Text in 200 Jahren an dem Stück getan hat“, leitete Kneifel das Konzert dem Publikum gegenüber ein. Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede im Text der beiden Messen konnten die Zuschauer dem umfangreichen Programmheft entnehmen, wo die Texte aller drei Stücke auf Latein und in deutscher Übersetzung abgedruckt waren. Neben verschiedenen Soli, so wurde Mozarts „Exsultate, jubilate“ vollständig von der Sopranistin Hanna Zumsande vorgetragen, sangen die 50 Mitglieder des vierstimmigen Kirchenchors „Kantorei Uetersen – Am Kloster“. Begleitet wurden sie von den etwa 20 Musikern des „Elbipolis“-Barockorchesters Hamburg. Solo waren außerdem zu hören die Altstimme von Nicole Dellabona, der Tenor Michael Connaire sowie der Bass Konstantin Heintel.

Dirigent Kneifel freute sich über die positive Resonanz des Publikums: „Es gab großen Applaus, viele positive Äußerungen, und eine Zugabe wurde eingefordert!“ Besonders schön fand Kneifel, dass die Berliner Messe des estnischen Komponisten Arvo Pärt viel Zustimmung erfuhr. „Gerade bei modernen Stücken ist das nicht immer so.“ Dem Uetersener Publikum aber gefiel es.

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