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Uetersener Nachrichten

07. Dezember 2016 | 13:42 Uhr

Gemeindevertretung in Heist : Ute Schleiden offiziell verabschiedet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Heistmer Bürgermeister dankt seiner Stellvertreterin für zwölf Jahre gute Zusammenarbeit.

Heist | Es ist schon eine kleine Ära, die am Montagabend zu Ende gegangen ist − zumindest für die Gemeinde Heist. Nach zwölf Jahren als stellvertretende Bürgermeisterin ist Ute Schleiden von der Freien Wählergemeinschaft Heist (FWH) offiziell aus der aktiven Kommunalpolitik ausgeschieden. Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) verabschiedete die 54-Jährige während der Sitzung des Gemeinderats im Lindenhof mit Blumen und Wein − und jeder Menge lobender Worte. Zum Nachfolger wurde einstimmig Schleidens Parteifreund Manfred Lüders gewählt.

„Mir fehlen etwas die Worte“, gestand Neumann zu Beginn der Sitzung sichtlich bewegt, als es um die Verabschiedung seiner langjährigen Stellvertreterin ging. Doch dieser Zustand hielt nur kurz an: Auf jede Menge Lob und Dank für die gute Zusammenarbeit folgte die Übergabe der Ehrenurkunde, bevor Schleiden, als sichtbares Zeichen ihres Ausscheidens, im hinteren Bereich des Saals Platz nahm.

Mitte Juni hatte Schleiden angekündigt, ihre Ämter aus persönlichen Gründen niederzulegen. Ihr sei die Entscheidung zwar schwer gefallen, sagte sie am Montagabend im Gespräch mit dieser Zeitung, doch sie benötige mehr Zeit für eine neue berufliche Herausforderung. Schleiden, die in der Geestgemeinde aufgewachsen ist, arbeitet im Kinderhospiz Sternbrücke in Rissen. „Und wenn ich es nicht richtig machen kann, mache ich es gar nicht“, sagte sie.

Schleiden lobt das gute Miteinander

Vor ihrer Zeit als Vize-Bürgermeisterin war Schleiden bereits mehrere Jahre als bürgerliches Mitglied in Ausschüssen aktiv. Rückblickend urteilt sie: „Es hat stets ein gutes Miteinander im Sinne des Dorfes gegeben.“ Besonders positiv sei ihr das Dorffest 2007 in Erinnerung geblieben, an dessen Organisation Schleiden maßgeblich mitgewirkt hatte. „Es war eine Feier vom Dorf fürs Dorf, alle waren eingebunden. In der Form gab es das seitdem nicht mehr.“

Schleiden bleibt der Gemeinde und auch der FWH erhalten: „Und wer weiß, was in zwölf Jahren ist, wenn ich in Rente gehe. Vielleicht langweile ich mich dann.“ Doch einen Wunsch hat die 54-Jährige noch: Sie würde gern mehr Frauen in der Kommunalpolitik sehen. „Sie machen die Politik friedlicher und harmonischer.“

Dafür kann nun unter anderem Schleidens Nachfolgerin sorgen: Silke Ohage von der FWH rückt in den Gemeinderat nach − einstimmig gaben die Politiker ihr grünes Licht. Bislang war Ohage unter anderem als bürgerliches Mitglied im Sozialausschuss sowie im Beirat des DRK-Kindergartens aktiv.

Ob Nachbesetzung von Ausschüssen, die Genehmigung von   Haushaltsüberschreitungen oder die Feststellung der Kita-Jahresrechnungen − alle Abstimmungen verliefen  einstimmig. Nur bei der möglichen Aufstockung einer Beteiligung an der Schleswig-Holstein Netz AG herrschte leichte Dissonanz. 13 Geschäftsanteile besitzt die Gemeinde Heist bereits. Sie garantieren eine Dividende von 3,69 Prozent. Nun soll um 22 Anteile mit einer Dividende von 3,24 Prozent aufgestockt werden. Rund 100.000 Euro will  Heist in die Hand nehmen. Eine Summe, die laut Verwaltung Dank einer gesunden Rücklage gedeckt sei. „Ich sehe es kritisch, öffentliche Mittel für Aktienerwerb einzusetzen und zu spekulieren“, sagte SPD-Vertreter Jörg Schwichow. Amtsdirektor Rainer Jürgensen erläuterte, dass es sich nicht um einen herkömmlichen Erwerb von Aktien handele. Ergebnis: Bei einer Nein-Stimme und vier Enthaltungen stimmten die Kommunalpolitiker für den Kauf.
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erstellt am 06.Jul.2016 | 12:15 Uhr

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