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Uetersener Nachrichten

29. März 2017 | 07:28 Uhr

Tornescher SPD sagt Nein zur Stadtbahn

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

erklärungIneffizient und zu teuer − Sozialdemokraten lehnen Reaktivierung ab

Die Tornescher Sozialdemokraten haben sich klar gegen eine mögliche Reaktivierung der Stadtbahn zwischen Uetersen und Tornesch ausgesprochen. Das Vorhaben sei nicht nur sehr teuer und ineffizient, es würde die 13  000-Einwohner-Stadt auch stark belasten, betont die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena-Fischer Neumann (Foto) in einer Mitteilung.

Als „romantische Version für den Pendelverkehr“ zwischen den beiden Städten bezeichnet Fischer-Neumann die Stadtbahn. Doch bei genauer Betrachtung würden die Nachteile einer stetigen Schienenverbindung schnell deutlich. Fehlende Effizienz sowie finanzielle und verkehrliche Belastung sind für die Sozialdemokratin die drei wesentlichen Kritikpunkte. Die Verbindung sei nicht effizient, da es keine Anknüpfungspunkte in der Rosenstadt gebe, sie keine zeitlichen Vorteile für Fahrradfahrer und Autofahrer bringe und letztlich lediglich Fahrgäste vom bestehenden ÖPNV abwerbe.

Zudem würde die bereits heute stark beanspruchte Kreuzung Ahrenloher Straße / Esinger Straße zusätzlich belastet. Und nicht zuletzt sei die Maßnahme sehr teuer, betont Fischer-Neumann. Sie geht von Investitionskosten in Höhe von mindestens elf Millionen Euro aus.

Die SPD-Politikerin betont, dass auch der Ende Januar veröffentlichte Verkehrsentwicklungsplan für Tornesch die von ihr genannten Argumente gegen eine Reaktivierung der Bahnstrecke enthalte. Als Alternative sieht Fischer-Neumann die Nutzung der Trasse als Radschnellweg. Das sei eine „echte Vision“.

Für eine Schienenanbindung Uetersens hatten sich jüngst unter anderem Barbara Ostmeier (CDU) und Ines Strehlau (Grüne) ausgesprochen. Nicht nur in Richtung der beiden Landtagsabgeordneten sagt Fischer-Neumann abschließend: „Ich finde es anmaßend, wenn Landespolitikerinnen und auch die Kollegen aus der Nachbarkommune meinen, Projekte auf Tornescher Trassen zu gestalten, ohne sich mit der Situation vor Ort und den Argumenten der Ausschussberatungen auseinanderzusetzen.“

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erstellt am 04.Mär.2017 | 16:05 Uhr

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