zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

09. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Aus dem Umweltausschuss : Tornesch will bienenfreundlich werden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Liberale tragen Blühwiesen und Übertragung von Mitteln für den Umweltschutzpreis 2017 nicht mit.

Tornesch | Die Liberalen haben während der jüngsten Sitzung des Tornescher Umweltausschusses ohne Begründung gegen die mit dem Slogan „Tornesch blüht und summt“ überschrieben SPD-Anträge gestimmt. Artur Rieck hatte für die SPD-Fraktion beantragt, dass Tornesch ein Zeichen gegen den Verlust der biologischen Vielfalt (Biodiversität) setzen sollte.

Er rief die Verwaltung auf, geeignete Flächen für die Steigerung der pflanzlichen Artenvielfalt vorzuschlagen und regionalspezifisches Saatgut für artenreiche und möglichst mehrjährige Blühmischungen auszuwählen. Die Verwaltung hatte in der Sitzung bereits vorgeschlagen, dass Restflächen im Gewerbegebiet Oha, die demnächst in das Eigentum der Stadt übergehen, zu einem Verbund bienenfreundlicher Blühflächen entwickelt werden könnten. Die Politiker von SPD und CDU erteilten der Verwaltung dazu als ersten Schritt der Umsetzung des SPD-Antrags ihre Zustimmung.

Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, eine Kalkulation der Kosten für die Vorbereitung (Ausmagerung der Flächen), Einsaat und Pflege der Flächen in der nächsten Sitzung vorzulegen und zu prüfen, inwieweit bienenfreundliche Blühflächen als Kompensation für Eingriffe in die Natur anerkannt werden können. Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz machte deutlich, dass die SPD mit ihrem Antrag bei der Verwaltung offene Türen einrenne. So werden im Innenbereich bereits geeignete Flächen als Blühflächen gestaltet und Straßenränder, wenn es aus Gründen der Verkehrssicherheit möglich ist, erst im Juli gemäht. Dann haben die meisten Pflanzen ihren Samen bereits verteilt, was zumindest die Bestände erhält.

Im Zusammenhang mit „Tornesch blüht und summt“ steht auch der SPD-Antrag, den Umweltschutzpreis 2017 für einen wildbienenfreundlichen Garten zu vergeben. Die CDU stimmte dem Thema und auch dem Vorschlag zu, dass die 300 Euro, die in diesem Jahr nicht für den Umweltpreis ausgegeben werden, da er nicht ausgelobt wurde, mit in den Topf für 2017 fließen. Und zwar für die Gestaltung einer Umweltschutzpreis-Feier und den Kauf von Wildblumen-Samentüten für die Wettbewerbsteilnehmer.

„Wir lehnen den Umweltschutzpreis generell nicht ab, aber Blühwiesen zu beschließen, ohne vorher die dauerhaften Kosten zu wissen, tragen wir nicht mit“, erklärte Sabine Werner, FDP-Fraktionsmitglied und Vorsitzende des FDP-Ortsvereins Tornesch-Uetersen auf UeNa-Nachfrage. Die FDP-Politikerin verfolgte die Sitzung von den Reihen der Zuhörer aus.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 14.Sep.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen