zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

05. Dezember 2016 | 17:40 Uhr

Zuchtverein : Taubenfreunde auf Nachwuchssuche

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

zuchtverein Erfolgreiche Mitglieder geehrt. Vorsitzender sorgt sich wegen Vogelgrippe und fehlenden Gleichgesinnten.

Uetersen/Tornesch | Sie werden während der Reisesaison von Mai bis Juli bis zu 600 Kilometer entfernt von ihrem Heimatort ausgesetzt, vorzugsweise in Ostdeutschland und Polen. Von dort müssen sie ihren Rückweg nach Hause alleine finden. Die Rede ist nicht von einer neuen Spezies Urlauber, sondern von den Tauben des Brieftaubenzuchtvereins Tornesch von 1925. Jüngst kamen die Mitglieder zu ihrer Weihnachtsfeier im Vereinshaus am Tornescher Weg zusammen und ehrten in diesem feierlichen Rahmen jene Züchter, deren Tauben sie durch besonders erfolgreiche Flüge zu Vereinsmeistern 2016 gemacht haben. An erster Stelle behauptete sich der alle überragende Wolfgang Röper aus Kummerfeld.

Nach der gemütlichen Kaffeerunde mit selbstgebackenen Torten verlas Torsten Wölm, der Vorsitzende des in der Reisevereinigung Südholstein organisierten, heute 16 Mitglieder zählenden Vereins, die 2016er Leistungen der acht aktiven Mitglieder und ihrer rund 500 Brieftauben. Der neue Vereinsmeister Wolfgang Röper setzte sich bei den Flugwettbewerben mit den Alttauben, einjährigen Tauben und Jungtauben durch, glänzte mit dem bestgereisten einjährigen Männchen und der bestgereisten Jungtaube, und stellte die schnellste Taube des weitesten Flugs und wurde zudem Generalmeister mit zwei alten, zwei einjährigen und zwei jungen Tauben.

Besonderer Preis für Kilometerleistung

Den Titel des Vize-Vereinsmeisters verbuchte Frank Kahlke für sich, der außerdem mit seinen einjährigen Tauben den dritten Platz erreichte, und das bestgereiste alte Männchen vorweisen konnte sowie den Fritz-Bornkamp-Gedächtnispreis für eine besondere Kilometerleistung erhielt. Auf Platz drei der Vereinsmeisterschaft schaffte es Klaus Stahl, der mit 150 Tauben die meisten Tiere besitzt. Er gewann überdies die Weibchen-Meisterschaft und die Wettbewerbe der bestgereisten alten und einjährigen Weibchen, bei der Einjährigen-Meisterschaft gelang ihm Platz zwei. Mit den Gedächtnispreisen Hans Biesterfeld und Gerd Butenhoff sowie dem Taubenvater-Relief wurde Stahl für beste Leistungen nach Kilometern, nach Schnelligkeit und nach Preisanzahl belohnt.

Sich selbst konnte Torsten Wölm als Schlaggemeinschaft zusammen mit seinem Vater Rudi ebenfalls als Gutplatzierte verlesen: Gewinner Nummer zwei bei der Jungtaubenmeisterschaft − vor Horst Ketelhohn − sowie Vereinsmeister Nummer vier als Teilnehmer aller Alttierflüge. Die Sieger freuten sich über Geld- und Sachpreise sowie Plaketten.

Zurzeit, so Wölm, sorge man sich wegen der Vogelgrippe. Alle Tauben müssen im Verschlag bleiben. Und auch der mangelnde Mitgliedsnachwuchs sei ein Problem, dabei sei die Brieftaubenzucht ein spannendes, ausgleichendes Hobby. Wer Interesse hat, kann sich am 14. und 15. Januar 2017 auf der Jahresausstellung gleich mehrerer Vereine am Tornescher Weg 153 schlau machen oder Torsten Wölm unter fam.woelm@gmx.de kontaktieren.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Nov.2016 | 12:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen