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Uetersener Nachrichten

04. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

Suizid, Liebe und Altersunterschied

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

KinoDrei Tabus sind Themen des Films „Harold and Maude“, der morgen Vormittag im Burg-Kinocenter Uetersen zu sehen ist

Psychiatrie im Film − was anstrengend klingt, kann auch humorvoll beleuchtet werden. Schweres wird so leichter. Wie in der US-Spielfilmkomödie „Harold and Maude“. Ein echter Klassiker aus dem Jahre 1971, für den Cat Stevens die Musik komponiert hatte. Der Film ist morgen zur Matineezeit im Burg-Kinocenter zu sehen (11 Uhr). Vorher bieten Vertreter der Kooperationspartner, Brücke Schleswig-Holstein und Brücke Elmshorn, ein Frühstück bei Kaffee und Croissants im „Burgstübchen“ an (10.15 Uhr). Auch im Anschluss des Films besteht Gelegenheit, bei einer Tasse Kaffee im Burgstübchen zusammenzusitzen und konkret über den Film oder das Thema allgemein zu sprechen.

Worum geht es in diesem Kult-Streifen? Der Film thematisiert zwei gesellschaftliche Tabus: den selbstbestimmten Tod sowie eine romantische Liebesbeziehung bei erheblichem Altersunterschied. Humor ist ständiger Begleiter des Treibens der beiden Protagonisten. Der etwa 20-jährige Harold (Bud Cort) lebt mit seiner Mutter in einer Villa. Er hat eine distanzierte Beziehung zu ihr. Nur einmal spürt Harold so etwas wie Bindung, als er heimlich Zeuge wird, wie zwei Polizisten ihr die Nachricht überbringen, Harold sei bei der Explosion des Chemielabors an seiner Schule ums Leben gekommen. Als seine Mutter daraufhin zusammenbricht, versucht er anschließend immer wieder, ihre Aufmerksamkeit durch inszenierte Schein-Selbstmorde zu erreichen. Harold fühlt sich auch zu Friedhöfen und Beerdigungen hingezogen.

Bei einer solchen begegnet er der exzentrisch anmutenden Maude (Ruth Gordon), einer 79-jährigen Frau. Sie werden Freunde. Im Laufe seiner Beziehung mit Maude lernt Harold das Leben schätzen. Schließlich verkündet Harold seiner Mutter, dass er Maude liebt und sie heiraten will. Harold und Maude feiern gemeinsam ihren 80. Geburtstag. Doch sie hat beschlossen, an diesem Tag zu sterben, da sie dies für das richtige Alter hält, um von der Welt abzutreten. Dem entsetzten Harold unterbreitet sie, dass sie bereits entsprechende Tabletten zu sich genommen habe. Der Versuch, sie zu retten, scheitert. In der Schlussszene des Films stürzt Harolds Jaguar die Klippen hinunter. Der Eindruck, dass er sich schließlich doch getötet hat, wird entkräftet: Zu sehen ist nämlich anschließend, wie er oben auf den Felsen steht und auf einem Banjo spielt. Karten für diese Matinee gibt es an der Kinokasse. Zu erreichen ist das Kino an der Marktstraße 24 auch telefonisch unter der Rufnummer (0  41  22)  92  91  85.


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erstellt am 05.Nov.2016 | 17:33 Uhr

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