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Uetersener Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:22 Uhr

SPD will Bürgermeinung aufnehmen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einwohnerversammlung Thema ist die Zukunft des Tornescher Rathauses / CDU und FDP kritisieren fehlende Neubau-Pläne

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind eingeladen, am Mittwoch, 21. September, an einer Einwohnerversammlung teilzunehmen. Sie beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Hauptthema des Abends: Sanierung oder Neubau eines Rathauses im Zuge der Ortskernentwicklung.

Eingesetzt für die Einwohnerversammlung hatten sich die Sozialdemokraten. Sie wollen die Bürger auf dem Weg zur Entscheidungsfindung, ob das in die Jahre gekommene Rathausgebäude saniert oder ob der Standort an der Wittstocker Straße aufgegeben und ein neues Rathaus im Ortszentrum gebaut werden sollte, mitnehmen. Bürgermeister Roland Krügel (Foto) wird zu den Möglichkeiten einer Rathaussanierung und den Kosten sowie zu den Möglichkeiten und Kosten eines Rathausneubaus im Ortszentrum sprechen.

Die Diskussion um einen Rathausneubeu im Zuge der Ortskerngestaltung kam im Mai vergangenen Jahres auf, als die Verwaltung mitteilte, dass im Rathausgebäude energetische Sanierungen und Baumaßnahmen aus sicherheitstechnischen Gründen notwendig sind. Anfangs waren sich die Politiker einig, die Tornescher Bevölkerung bei der Entscheidungsfindung einzubeziehen. Nachdem die Verwaltung eine von einem Fachbüro vorgelegte Kostenschätzung für die Sanierung oder den möglichen Neubau beispielsweise auf dem Grundstück des ehemaligen Pennymarktes vorlegte, sprach sich die CDU für eine Rathaussanierung aus.

Nicht nur die Kostengegenüberstellung − 2,3 Millionen Euro für eine Sanierung, 7,9 Millionen Euro für einen Rathausneubau mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss und Tiefgarage an der Willy-Meyer-Straße − veranlasste die Christdemokraten in der Juni-Sitzung des Hauptausschusses, einen Antrag auf Sanierung des Rathauses zu stellen. Sie sehen das Blockieren einer Innenstadtfläche mit einem Rathausneubau als Verschwendung von Flächen für mögliche Gewerbeansiedlung oder Wohnraumbebauung. Sie regten die Einrichtung eines Bürgerbüros in der Innenstadt und die Kontaktaufnahme mit der Verwaltung in Norderstedt an, die ein Bürgerservice-Portal anbietet, über das Fachdienstangebote der Verwaltung online erledigt werden können.

Ohne die Stimmen von CDU und FDP setzten die Sozialdemokraten jedoch ihren Wunsch nach einer Einwohnerversammlung durch. „Bei aller Wichtigkeit der Finanzen, wir sollten die einmalige Chance, die wir jetzt im Zuge der Ortskernentwicklung haben, nicht einfach weggeben. So ein Thema muss man in eine Einwohnerversammlung bringen“, betont die SPD-Fraktionsausschussvorsitzende und Hauptausschussvorsitzende Verena Fischer-Neumann.

Dass das Bürgerinteresse besonders groß sein würde, wenn auf der Einwohnerversammlung keine konkrete Planung für einen Neubau gegeben werden könnte, bezweifelten jedoch nicht nur CDU- und FDP-Politiker. Auch Bürgervorsteher Peter Daniel (SPD) äußerte Bedenken, dass sich das Bürgerinteresse in Grenzen halten könnte. Er wird die Veranstaltung im Ratssaal moderieren.

Die Anwesenden werden an dem Abend auch erfahren, was sich sonst noch so in Tornesch tut und warum der Aufzug an der Fußgängerbrücke über die Bahngleise noch immer nicht funktioniert. Einwohnerinnen und Einwohner können Fragen zu den Themen stellen, ihre Meinung äußern und Angelegenheiten, die von allgemeinem Interesse sind, auf die Tagesordnung stellen lassen, wenn mehr als die Hälfte der Anwesenden der Ergänzung zustimmt.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 13:50 Uhr

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