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Uetersener Nachrichten

23. Juli 2016 | 17:03 Uhr

Kita-Betreuungsplätze : SPD beantragte Kindergartenneubau

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach aktuellen Vorlagen der Verwaltung wird zum neuen Kindergartenjahr eine etwa 60-prozentige Abdeckung des Bedarfs an Krippenplätzen und eine 75-prozentige Abdeckung an Kindergartenplätzen im Elementarbereich (Drei- bis Sechsjährige) geben.

Während im vergangenen Jahr noch ein Überhang an Kindergartenplätzen vorlag, besteht nun dringender Handlungsbedarf. In nicht öffentlicher Sitzung befassten sich die Politiker des Bildungsausschusses mit dem Thema. Im November 2015 hatten die Bildungspolitiker zugestimmt, dass im Bonhoefferhaus der Kirchengemeinde zum neuen Kindergartenjahr zwei Gruppen für den Elementarbereich (25 Plätze) eingerichtet werden. Einen Beschluss für einen Anbau an den evangelischen Kindergarten, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, hatten die Politiker vertagt.

In der nun nicht öffentlich geführten Beratung zur Schaffung weiterer Kindergartenplätze brachten die Sozialdemokraten den Antrag für einen Kindergartenneubau ein. „Nach unserer Einschätzung werden die von der Verwaltung vorgeschlagenen kurzfristigen Maßnahmen zur Erhöhung der Kindertagesstättenplätze nicht ausreichen, um den aktuell schon nachgewiesenen Bedarf an Kindergartenbetreuung insbesondere im Elementarbereich langfristig abzudecken. Denn es sind weder der Zuzug junger Familien in das Neubaugebiet Tornesch am See, noch der Zuzug in Bestandsimmobilien berücksichtigt“, betont die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer-Neumann.

Sie verweist auch auf Sanierungsmaßnahmen ortsansässiger Wohnungsbauträger zur innerörtlichen Verdichtung. „Auch hier wird Wohnraum entstehen. Auch die Tatsache, dass mit einer erheblichen Ausweitung des Angebots an Arbeitsplätzen in unserer Stadt gerechnet werden kann, und dass in der Metropolregion Hamburg die Geburtenraten nach oben zeigen, muss bedacht werden“.

Aus SPD-Sicht soll daher umgehend der Bau einer neuen Kindertagesstätte in die Wege geleitet werden. Die Sozialdemokraten fordern die Verwaltung auf, zu sondieren, welche Flächen, vorzugsweise im städtischen Besitz, für die Realisierung eines Kindergartens mit vier Gruppen und Erweiterungsoptionen auf sechs Gruppen möglich sind. Für die SPD wäre naheliegend, den KiTa-Bau im Wohngebiet Tornesch am See zu planen.

Auch Fördermöglichkeiten soll die Verwaltung klären. „Der Bau eines weiteren Kindergartens sollte Anlass für uns Politiker sein, neue innovative Strukturen zuzulassen, die flexible Öffnungszeiten ermöglichen, die sich am Bedarf orientieren“, betont die SPD-Fraktionsvorsitzende. Sie verweist darauf, dass es immer das erklärte Ziel der Tornescher Ratsversammlung gewesen ist, eine bedarfsgerechte Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen vorzuhalten.

Die SPD stieß mit ihrem Antrag auf Zustimmung bei CDU und FDP. Die kurzfristige Sicherstellung des Betreuungsbedarfs bleibt jedoch ein Thema der nächsten Monate.

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erstellt am 22.Jan.2016 | 20:00 Uhr

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