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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2016 | 03:26 Uhr

Spätes Gegentor

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eigentlich wollte Martin Schwabe am Freitagabend für seine 1. Herren des FC Union Tornesch auf dem Fußballplatz stehen, obwohl es sein 30. Geburtstag war. Dann kamen aber viele Freunde und Familienmitglieder als Überraschungsgäste zu Besuch, so dass die Tornescher doch ohne ihren Kapitän zum Bezirksliga-Spiel bei der SV Blankenese antreten mussten. „Das war vollkommen in Ordnung“, betonte FCU-Coach Stefan Dösselmann, dessen Personalprobleme sich durch Schwabes Abwesenheit allerdings vergrößerten

Sowohl am 26. Juli 2015 (0:3 im Oddset-Pokal) als auch am 25. Oktober 2015 (2:5 im Bezirksliga-Hinspiel) hatten die Blankeneser klar in Tornesch verloren. Am heimischen Sülldorfer Kirchenweg zeigten sie nun aber eine deutlich bessere Leistung und hatten von Beginn an die klareren Torchancen. Schon in der zweiten Minute zielte ein SVB-Stürmer nur knapp vorbei und in der achten Minute lenkte FCU-Keeper Marco Wendt einen Schuss soeben noch an den linken Außenpfosten. Auf der Gegenseite stellte ein Flachschuss von Tobias Brandt kein Problem für SVB-Torwart Farooz Bastian Khan dar.

In der 18. Minute trafen die Tornescher dann sogar: Nach einer Balleroberung von Björn Dohrn und einem herrlichen Spielzug über Tobias Brandt sowie Serge Haag netzte Dohrn selbst ein ‒ doch Schiedsrichter Mark Nahrstedt (SC Poppenbüttel) verweigerte dem Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung. „Das war definitiv kein Abseits“, betonte Dösselmann. So sehr die Gäste in dieser Situation mit dem Referee haderten, so sehr konnten sie sich darüber freuen, dass die Blankeneser zwei weitere Male „nur“ das Aluminium, nämlich die Lattenoberkante (19.) sowie nach einem Eckstoß den linken Innenpfosten (40.), trafen. Da Tobias Brandt nach einem guten Antritt von Dohrn von links aus am langen Pfosten vorbeizielte (25.) und Dohrns Flachschuss zu harmlos war (34.), wurden die Seiten beim Stand von 0:0 gewechselt. „Leider hatten wir in der zweiten Hälfte keine klaren Offensivaktionen mehr“, gab Dösselmann zu. Auch die Standardsituationen der Gäste verpufften wirkungslos. Lange Zeit sah es so aus, als ob das Union-Team zumindest einen Punkt ins Ziel retten würde ‒ doch dann kam die 87. Minute: Als die Gäste einen Eckstoß nicht richtig klärten, brachten die Hausherren den Abpraller noch einmal vor das FCU-Gehäuse, wo ein SVB-Spieler aus fünf Metern einschoss. „Ein Blankeneser, der im Abseits stand, hat Wendt definitiv die Sicht versperrt ‒ aber trotzdem zählte das Tor“, klagte Dösselmann, der die Niederlage aber „verdient“ nannte und einräumte: „Nur Wendt hat uns bis zum Ende im Spiel gehalten ‒ ohne ihn hätten wir höher verloren!“

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erstellt am 17.Apr.2016 | 21:29 Uhr

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