zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

30. April 2017 | 16:57 Uhr

Sorge um die Parkplätze

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

bauausschuss Tornescher Politik befürwortet neues Ärztehaus − befürchtet aber fehlende Stellplätze

Man war sich einig während der Sitzung des Bauausschusses am Montagabend. Alle Tornescher Fraktionen begrüßten das Projekt eines Ärztehauses an der Willy-Meyer-Straße. Einig waren sich die Kommunalpolitiker auch bei der Bewertung des Parkplatzangebots in dem Bereich: Die Zahl der Stellplätze reiche nicht aus. Dennoch wurde der entsprechende Bebauungsplan einstimmig verabschiedet.

Da es sich um zwei separate Vorhabenträger handele, würden auch zwei vorhabenbezogene B-Pläne aufgestellt, erläuterte Henning Tams vom Bau- und Planungsamt der Stadt die Formalien. B-Plan 102 gilt für den Bereich der ehemaligen Post, Nummer 103 für das Grundstück der ehemaligen Sparkasse. In dem Gebäude, in dem früher das Kreditinstitut beheimatet war, befinden sich bereits drei Arztpraxen. Der B-Plan soll dem Investor unter anderem ermöglichen, über den zwei Vollgeschossen ein zusätzliches Staffelgeschoss zu errichten.

Auch auf dem Grundstück der ehemaligen Post soll ein Ärztehaus entstehen − allerdings mit drei Vollgeschossen plus Staffelgeschoss. Außer vier Arztpraxen mit jeweils zirka 300 Quadratmetern Nutzfläche sollen hier auch bis zu drei Wohnungen sowie Ladenflächen errichtet werden. Die B-Pläne schreiben zudem fest, dass die Fassaden der beiden Gebäude angeglichen werden müssen, falls eine Aufstockung des ehemaligen Sparkassen-Hauses erfolgt.


Alle Fraktionen äußern ihr Unbehagen


„Insgesamt steht die SPD-Fraktion dem Bebauungsplan sehr positiv gegenüber“, sagte Ausschussmitglied Artur Rieck. Den Sozialdemokraten sei vor allem wichtig, dass die einheitliche Fassade festgeschrieben wird. Sorgen bereite seiner Fraktion hingegen die Parkplatzsituation, so Rieck. Auch Liberale und Christdemokraten betonten, dass sie das Projekt grundsätzlich befürworten, die Parkplatzsituation ihnen aber Magenschmerzen bereite.

Was die Kommunalpolitiker beunruhigt, ist die Tatsache, dass für die beiden Ärztehäuser laut Planung der Verwaltung insgesamt 46 Stellplätze vorgehalten werden müssen − und damit laut Politik zu wenig. Davon befinden sich zudem nur 29 auf dem Grundstück selbst, beziehungsweise auf einem Nachbargrundstück. Der Rest stammt aus dem öffentlichen Straßenraum an Uetersener und Willy-Meyer-Straße. Der Investor habe laut Ausschussvorsitzendem Henry Stümer (CDU) allerdings die Absicht erklärt, Parkplätze, die er nicht erstellen könne, durch solche im öffentlichen Raum abzulösen, sprich zu bezahlen. Wie hoch diese Ablöse sein wird, steht allerdings noch in den Sternen.

Bürgermeister Roland Krügel (CDU) versprach während der Sitzung, dass die Verwaltung die Parkplatzsituation nochmals unter die Lupe nehmen werde. „Wir müssen einen Stellplatz mehr haben als Nachfrage da ist“, sagte Krügel und machte sogleich deutlich, dass dieses Ziel wohl nicht erreicht werden könne. Allerdings gebe es das Problem nicht nur in Tornesch, betonte der Verwaltungschef.

Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten der Aufstellung der B-Pläne letztlich einstimmig zu. Nun folgt die so genannte frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, die im Rahmen einer Abendveranstaltung stattfinden soll.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Mär.2017 | 16:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen