zur Navigation springen

Uetersener Nachrichten

05. Dezember 2016 | 01:30 Uhr

So geht schnelle Integration vor Ort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zusammenarbeit Flüchtlinge erfahren in Garten- und Kochprojekt von DRK und Kirche Wissenswertes über die Region

Der DRK Ortsverein und die Kirchengemeinde haben gemeinsam zwei Projekte auf die Beine gestellt, um in Tornesch lebenden Flüchtlingen die Integration zu erleichtern. Die Projekte sind mit „Der Garten, unsere Natur“ und „Die Küche unserer Region“ überschrieben und haben unter den Flüchtlingen großes Interesse geweckt. Manfred Irgens, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, und Pastor Henning Matthiesen freuen sich über 28 Anmeldungen.

Bei einem ersten Treffen im Kirchenzentrum wurden jeweils zwei Gruppen, die sich mit Gartenarbeit und zwei Gruppen, die sich mit Nahrungsmitteln sowie Ess- und Kochgewohnheiten unserer Region beschäftigen, gebildet. Geleitet werden die Gruppen von Ehrenamtlichen aus dem DRK-Ortsverein und der Kirchengemeinde. Als ehrenamtliche Persisch-Sprachmittler stehen Martin Hansen und der 13-jährige Khaled Mohammad, der innerhalb eines Jahres bereits sehr gut Deutsch gelernt hat, den Teilnehmern zur Seite. Gefördert werden die Projekte über den DRK-Landesverband und durch Bundesmittel aus dem Programm „Menschen stärken Menschen“.

Für das Gartenprojekt hat die Kirchengemeinde eine Fläche auf dem Friedhofsgelände zur Verfügung gestellt. Wer ein Gartengerät spenden kann, wird gebeten, sich mit Manfred Irgens unter Telefon (0  41  22) 5  2837 in Verbindung zu setzen oder die Spende in der DRK-Kleiderkammer im Pomm 91 abzugeben. Die Flüchtlinge werden unter Anleitung der Gruppenbetreuer Wilfried Brumm, Leonhard Raab, Angela Notka, Werner Staub, Gerald Radon und Peter Tams im Umgang mit Gartengeräten geschult und mit Pflanzenarten der Region sowie mit der Gestaltung von Anpflanzungen vertraut gemacht.

Zum Programm gehören auch Besuche von Gärten und Parkanlagen, von Gartenbaubetrieben und Baumschulen. Gestartet wird in der ersten September-Woche.

„Fast wie nebenbei werden deutsche Sprachkenntnisse vermittelt und Fähigkeiten zur Erlangung eines Praktikums oder sogar Arbeitsplatzes vermittelt“, betont Manfred Irgens. Sich mit den deutschen Essgewohnheiten vertraut zu machen, preis- und gesundheitsbewusstes Einkaufen zu schulen und ebenfalls die deutsche Sprache zu vertiefen, ist Ziel des Küchen-Projektes. Die Betreuer Lilo Reck, Traute Rundt, Annemarie Vogler und Sabine Pansy wurden von Verwaltungsmitarbeiter und Hobby-Koch Reinhard Koppers eingewiesen. Die Treffen mit den teilnehmenden Flüchtlingen − Frauen und Männer − erfolgen in der Küche des Kirchenzentrums. Gestartet wird am 31. August. „Es wird zusammen eingekauft, zusammen gekocht, der Tisch gedeckt und zusammen gegessen“, verdeutlicht Manfred Irgens den Projektinhalt.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Aug.2016 | 16:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen