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Uetersener Nachrichten

24. März 2017 | 21:05 Uhr

Schulleiter zeigt sich erschüttert

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

einbruchDie Lage am Ludwig-Meyn-Gymnasium war auch gestern noch unübersichtlich / Schulschluss nach der sechsten Stunde

Nach mehreren Schuleinbrüchen im Kreis Pinneberg traf es am vergangenen Wochenende Uetersens Gymnasium. Dort startete die Woche daher auch ganz anders als üblich. Lehrkräfte tauschten die Tafelkreide mit dem Putzlappen und säuberten die Spuren der Verwüstung so gut wie es eben ging. Schulleiter Alexej Stroh zeigte sich gestern erschüttert.

Als „verheerend und ärgerlich“ bezeichnete Stroh die Taten. „Ich finde es vor allem schlimm, dass eine solche Verwüstung angerichtete wurde.“ Für alle sei das ein großes Ärgernis, so der Schulleiter weiter. Die Lage stellte sich gestern noch als sehr unübersichtlich dar, wie Stroh berichtete. Man sei noch dabei, alle Schäden zu erfassen. Es sei auch jede Menge Arbeitsmaterial zerstört worden, so Stroh.

Am Nachmittag rückten Reinigungsprofis an − zum zweiten Mal, nachdem sie bereits am Sonntag sehr fleißig waren. Tischler hatten zuvor bereits Maß genommen, um die Türen zumindest provisorisch verschließbar zu machen. Insbesondere das Lehrerzimmer und das Sekretariat standen dabei im Fokus.

Unklar sei, ob der Teppich überhaupt gereinigt werden könne oder nicht ersetzt werden müsse, berichtete der Schulleiter. Das selbe gelte für die Stühle. Heute wird eine Fachfirma die Schäden im Lehrerzimmer genauer unter die Lupe nehmen, der Raum wird deswegen den gesamten Tag nicht genutzt werden können.

Die Schüler durften gestern nach der sechsten Stunde nach Hause gehen. Heute solle der Unterricht weitgehend reibungslos erteilt werden können, sagte Stroh. Während das Gröbste beseitigt sein dürfte, bleiben einige Spuren erhalten, insbesondere im Treppenhaus.

Bürgermeisterin Andrea Hansen äußerte sich zu dem Vorfall in der Schule betroffen: „Ich finde es eine Sauerei, das ist ein Schaden, der der Allgemeinheit zugefügt wird. Ich hoffe, dass die Täter schnell gefasst werden.“ Die Stadt übt beim LMG die Schulträgerschaft aus.

Die Tat in Uetersen reiht sich in mehrere vergleichbare Fälle ein. Ende Februar waren bislang unbekannte Täter in die Wedeler Gebrüder-Humboldt-Schule eingebrochen. Zudem waren bei einem ähnlichen Vorfall am Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Halstenbek jüngst mehr als 60  000 Euro Schaden entstanden. Verdächtig: Die Taten ereigneten sich stets im Nachgang zu den Tagen der offenen Tür, mit denen die weiterführenden Schulen auf sich aufmerksam machen wollen. Viertklässler hatten kürzlich auch am LMG die Möglichkeit, sich das Gebäude anzuschauen. Vermutet wird von verschiedener Seite, dass sich damals zumindest einige der Täter unter das Publikum gemischt und den Einbruch ausgeklügelt hatten.

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erstellt am 07.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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