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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 17:42 Uhr

Politik ermöglicht Erweiterungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bauausschuss F-Plan- und B-Planänderung am Großen Moorweg für gewerbliche Flächen und Parkplatz-Aufstockung

Einstimmig fassten die Mitglieder des Bauausschusses einen erneuten Aufstellungsbeschluss zur 48. F-Planänderung „Südlich Schäferweg, östlich Großer Moorweg“ mit erneuter Freigabe zur frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Hintergrund ist der Wunsch des Unternehmens HellermannTyton, eine größere als bisher vorgesehene Fläche am Großen Moorweg zu überplanen, um Entwicklungspotenzial sicherzustellen.

Im Juli vergangenen Jahres war über die 48. F-Planänderung bereits beraten und der Aufstellungsbeschluss für die planungsrechtliche Vorbereitung einer 3,5 Hektar großen gewerblichen Baufläche östlich und nördlich der bestehenden Hellermann-Stellplatzanlage gefasst worden. Die 48. F-Planänderung umfasst nun in dem neuen Entwurf einen 11,4 Hektar großen Geltungsbereich mit der Umwidmung von Flächen für die Landwirtschaft in gewerbliche Bauflächen und Grünflächen.

Dabei handelt es sich um etwa 6,3 Hektar, die als gewerbliche Fläche dargestellt werden sollen, und um 5,3 Hektar als Grünfläche. Es ist allerdings nur eine zusätzliche Ausweisung von 4,9 Hektar gewerblicher Fläche vorgesehen, da von den 6,3 Hektar bereits 1,4 Hektar (Parkplatzanlage der Firma HellermannTyton am Großen Moorweg) dargestellt sind.

Klaus Früchtenicht (SPD) machte auf die „gewaltige Flächenversiegelung“ aufmerksam. „Ein guter Weg ist jedoch die 30 Meter breite Pufferzone zur freien Landschaft. Wir würden uns noch wünschen, dass auf den Gebäuden eine Dachbegrünung erfolgt“, betonte er. In der Pufferzone zwischen freier Landschaft und dem Gewerbegebiet sollen, so die Verwaltung, Ausgleichsmaßnahmen, Knickschutzstreifen und eine Regenrückhaltung untergebracht werden.

Auch die 1. Änderung und Erweiterung des B-Planes 80 „Östlich Großer Moorweg“, die die Mitglieder des Bauausschusses ebenfalls einstimmig auf den Weg brachten, hängt mit dem Unternehmen HellermannTyton zusammen. Ermöglicht werden soll die „Aufstockung“ des betrieblichen Parkplatzes neben dem Torneum. Die Stellplatzanlage verfügt über etwa 330 Stellplätze.

Da der Parkplatz bereits ausgelastet ist, sich jedoch eine weitere Zunahme der Beschäftigtenzahl in dem Unternehmen abzeichnet und angemietete Stellplätze nicht dauerhaft zur Verfügung stehen werden, möchte HellermannTyton die Stellplatzanlage vertikal erweitern. Durch eine erste Aufstockung sollen dann etwa 640 Parkplätze zur Verfügung stehen und gegebenenfalls durch den Bau weiterer zwei Ebenen perspektivisch etwa 1300 Stellplätze vorhanden sein. Bei einer angenommenen Geschosshöhe von drei Metern würde sich eine Gesamtgebäudehöhe von zwölf Metern ergeben. „Das wird kein Parkhaus, sondern ein filigranes Gestell. Wir sind dann auch weit unter der Höhe der dortigen Baumkronen“, so Bürgermeister Roland Krügel.

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erstellt am 08.Jun.2016 | 16:25 Uhr

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