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Uetersener Nachrichten

27. September 2016 | 02:11 Uhr

Handball : Philippi wie Karabatic

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein zuvor verhängter Freiwurf wird im Handball auch nach dem Ertönen der Schluss- und Pausensirene noch ausgeführt. Da alle Feldspieler des Gegners eine Abwehrmauer bilden dürfen, sind die Erfolgsaussichten des Schützen minimal. Benedict Philippi gelang am Sonnabend aber das Kunststück, einen solchen Freiwurf aus rund zehn Metern nicht nur an der Mauer, sondern auch am Torwart vorbei ins Eck zu schmettern ‒ entsprechend frenetisch bejubelten der 28-Jährige und seine Mitspieler bei den 1. Männern des TuS Esingen diesen Treffer, der eine 14:10-Pausenführung im Oberliga-Derby gegen den TSV Ellerbek bedeutete.

Die meisten der in der Neuen KGST-Halle Anwesenden wussten, dass dies historisch war. Kay-Uwe Kühn, Mannschaftsverantwortlicher der 1. TuS-Männer, sagte: „Das habe ich im Amateurbereich noch nie erlebt ‒ ein solches Freiwurf-Tor habe ich zuletzt von Nikola Karabatic gesehen!“ Karabatic, dreimal Welt- und Europameister mit Frankreich, war von 2005 bis 2009 beim THW Kiel und ist nun für Paris Saint-Germain aktiv.

Kein Spiel auf Champions-League- oder Bundesliga-Niveau, wohl aber ein attraktives und umkämpftes Nachbarschaftsduell lieferten sich am Sonnabend die beiden besten Handball-Teams aus dem Kreis Pinneberg. Zweimal gingen die Ellerbeker in Führung (0:1 und 1:2), doch beim 3:2, das der starke Timo Kreckwitz nach einem schnellen Gegenzug erzielte, lagen erstmals die Hausherren in Front.

Danach setzten sie sich von 4:3 (12.) durch vier Treffer in Folge auf 8:3 ab (15.). TuS-Torwart Benjamin Boje glänzte immer wieder mit starken Paraden und verhinderte unter anderem in der 20. Minute, nach einem Fehlpass der Tornescher, beim Stand von 9:7 das drohende Anschlusstor. Dann stellten die Esinger ihre Vier-Tore-Führung wieder her. Und obwohl sie nach Zeitstrafen gegen Max-Lennart Albrecht sowie Daniel Günter in doppelter Unterzahl waren, verwandelte Benedict Philippi den besagten Freiwurf.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bauten die Esinger ihre Führung mit drei Toren in Folge auf 17:10 aus. Dieses Kunststück gelang ihnen noch einmal bei einem Zwischenspurt von 20:15 (38.) auf 23:15 (42.). Die Partie wurde immer här- ter ‒ die Schiedsrichter sprachen sieben Zeitstrafen gegen die Esinger und sechs gegen die Gäste aus. Unschön war, dass die Ellerbeker einen Angriff vortrugen und zum 24:18 nutzten, obwohl Albrecht verletzt am Boden lag (45.).

In der Spitze betrug der Vorsprung der Esinger dreimal neun Tore (vom 27:18 bis 29:20). Die Ellerbeker kamen noch einmal auf 30:24 heran. Kurz vor Ultimo stellte Daniel Abel den 34:26-Endstand her; damit gewannen die Esinger zum dritten Mal in dieser Saison mit acht Toren Vorsprung.

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erstellt am 14.Feb.2016 | 17:40 Uhr

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