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Uetersener Nachrichten

10. Dezember 2016 | 06:07 Uhr

Uetersen : Neue Räume für das Schultraining

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Garage des früheren Schwesternwohnheims an der Bleekerstraße wurde in eine Werkstatt umgebaut.

Uetersen | „Das Kooperative Schultraining“ feierte kürzlich die Einweihung seiner neuen Werkstatträume an der Bleekerstraße 3. Aufgrund der Bereitschaft der Stadt oder großen finanziellen Unterstützung der Hamburger Sparkasse, der Arbeiterwohlfahrt, des Fördervereins der Geschwister-Scholl-Schule und eines weiteren Spenders konnten die alten Garagenräume umgebaut werden.

Bis vor Kurzem dienten diese vor allem als Abstellräume. Aufgrund der Installation der Elektrik und einer Heizungsanlage sowie des Einbaus neuer Fenster und Türen sind die Werkstatträume für das Kooperative Schultraining ganzjährig nutzbar.

Die neuen Räumlichkeiten geben der Maßnahme die Möglichkeit, noch vielseitiger mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, ihre Stärken zu fördern und ihr Selbstvertrauen zu steigern. Heiko Knoche und sein Team vom Kooperativen Schultraining konnten zur Einweihung viele interessierte Bürger, Bürgervorsteher Adolf Bergmann, Bürgermeisterin Andrea Hansen, den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck, Vertreter der Lehrerschaft der beteiligten Schulen, Vertreter der Awo sowie der Stadtjugendpflege sowie Sponsoren begrüßen.

Was verbirgt sich hinter dem Namen „Kooperatives Schultraining“? Es handelt sich um einen Zusammenschluss zwischen dem Jugend- und dem Schulamt. Dabei arbeiten Sonderpädagogen des Förderzentrums Uetersen (Geschwister-Scholl-Schule), Lehrkräfte der Grundschule Birkenallee und der Rosenstadtschule sowie Sozialpädagogen der Awo mit dem Ziel zusammen, Kinder und Jugendliche, die in ihrer zurückliegenden Schulzeit große Schwierigkeiten hatten, den Schulalltag zu bewältigen, wieder in die Regelschule zurückzuführen.

Ängste überwinden

Oft sind es Ängste, die vonseiten der Kinder überwunden werden müssen, der Förderbedarf hervorruft. Gefördert wird daher der Glaube an die eigenen Stärken, die jedes Kind besitzt. Durch die Ängste rücken die Talente in das „Reich des Verborgenen“. Sie sind für die Kinder nicht sichtbar. Unsicherheiten führen manchmal zur totalen Verweigerung, manchmal auch zu aggressivem Verhalten.

Durch das befristete Herausnehmen aus dem Unterricht erfährt der Klassenverband eine Entlastung und dem betroffenen Schüler kann gezielt geholfen werden. In der Werkgarage wird praktisch gearbeitet. Der Erfolg stellt sich mit der Fertigstellung eines jeden Werkstückes ein. Und somit auch das Gefühl: Ich kann ja doch etwas! Die Erfolgsquote des „Kooperativen Schultrainings“ liegt bei 80 Prozent. Die Maßnahme wurde in Uetersen begründet und machte landesweit Schule.

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erstellt am 31.Mai.2016 | 12:30 Uhr

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