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Uetersener Nachrichten

06. Dezember 2016 | 09:17 Uhr

Uetersen ist geschockt : Massive Finanzierungsprobleme - kein Rock’n’Rose

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wegen massiver Finanzierungsprobleme fällt das Rock’n’Rose-Festival in diesem Jahr aus. Das teilte Bernd Möbius, „Chef-Veranstalter“, mit.

Uetersen | Schlechte Nachricht für die Rosenstadt: Wegen massiver Finanzierungsprobleme fällt das Rock’n’Rose-Festival in diesem Jahr aus. Das teilte Bernd Möbius, „Chef-Veranstalter“, mit. Die Absage sei aber nicht gleichbedeutend mit einem endgültigen Ende der bislang kostenlosen Veranstaltung. Stattdessen wollen Möbius und seine Mitstreiter nun ein neues Konzept samt Finanzierung erarbeiten, um im kommenden Jahr wieder mit dem Festival an den Start gehen zu können.

13 Bands, zwölf Stunden, 2500 Besucher: Wie im vergangenen Jahr sollte auch am 13. August auf der Streuobstwiese des Museumsgeländes „Langes Tannen“ gefeiert werden. Doch anders als im Vorjahr, als die Finanzierung drei Wochen vor der Veranstaltung sichergestellt werden konnte, sei es laut Möbius dieses Mal nicht gelungen, genügend Mittel einzuwerben: „Es fehlt eine hohe vierstellige Summe.“ Eine finanzielle Belastung, die die Veranstalter nicht nur aufgrund des damit verbundenen persönlichen Risikos nicht privat schultern wollen. Möbius kann grundsätzlich auf eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 5000 Euro seitens der Stadt zurückgreifen. Von dieser Möglichkeit hat der Grünen-Politiker aber nie Gebrauch gemacht. Das könne er in seiner Eigenschaft als Ratsherr, der um die klamme Situation Uetersens wisse, nicht verantworten.

Die Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen, so Möbius − auch wegen der zahlreichen Fans, die dem Festival über die Jahre die Treue gehalten hätten. „Schade, zum Heulen, uncool“: Auf Facebook brachten viele von ihnen ihre Enttäuschung über die Absage zum Ausdruck. Dabei wurden auch Ideen wie ein Crowdfunding („Schwarmfinanzierung“) oder ein Eintrittsgeld ins Spiel gebracht. Letzteres sei allerdings aufgrund des offenen Geländes vor dem Museum nicht umsetzbar, so Möbius, der betonte, dass es das Festival 2017 wieder geben könne. „Es gibt jetzt genügend Zeit, über Alternativfinanzierungen nachzudenken.“

Auch Bürgermeisterin Andrea Hansen bedauerte die Absage. „Ich hoffe, dass es 2017 wieder ein Rock’n’Rose-Festival geben wird und es sich nur um eine schöpferische Pause handelt.“ Hansen lobte im Gespräch mit dieser Zeitung das Konzept und auch Veranstalter Möbius: „Er hat es sehr gut gemacht.“ Dessen Entscheidung könne sie nachvollziehen, schließlich müsse die Finanzierung gewährleistet sein. Die Stadt werde, wenn möglich und gewünscht, auch weiterhin unterstützend zur Seite stehen.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 12:15 Uhr

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